Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.06.2017


Bezirk Kufstein

Erhöhte Chancen für Max durch Typisierungsaktion

Bis zu 800 Idealisten werden heute für die Stammzellen-Typisierungsaktion für Max in Kramsach erwartet.

(Symbolbild)

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Von Walter Zwicknagl

Kramsach Zwei Ärzte und 15 diplomierte Krankenschwestern stehen am Samstag von 10 bis 13 Uhr im Kramsacher Blaulichtzentrum bereit, um Blutproben für die Stammzellen-Typisierungsaktion für den dreijährigen Max aus der Steiermark zu bekommen. Und das alles mit der Hoffnung, dass dem kleinen Patienten, der an septischer Granulomatose, einer seltenen Erbkrankheit, leidet, geholfen werden kann.

„Wir sind sicher, dass sich Hunderte daran beteiligen“, sagt Andreas Rohregger als Organisator und Obmann des Kramsacher Familien-, Bildungs- und Sozialausschusses. Schon nach dem TT-Artikel am 1. Juni hätten sich Firmen und Private mit Geldspenden und etliche Leute mit Sachspenden für die gute Sache eingestellt. „Ich bin von dieser Resonanz überwältigt“, betont der engagierte Kramsacher. „Das ist eine imponierende Sache“, meint auch BM Bernhard Zisterer (Kramsach).

Zur Blutspende werden Personen zwischen 17 und 45 Jahren, die mindestens 50 Kilogramm wiegen, gebeten. Ein Test, bei dem ausgelotet wird, ob jemand als Stammzellenspender in Frage kommt, kostet rund 50 Euro. Um dem kleinen Max helfen zu können, wurden schon Speicheltests in Lienz und Blutproben in Fügen abgenommen. Allerdings bisher ohne Erfolg.

Vor Ort werden morgen auch Vertreterinnen des Vereins „Geben für Leben“ der Leukämiehilfe Österreichs sein. „Es handelt sich um einen gemeinnützigen Verein mit der Mission, an Leukämie erkrankten Menschen die höchstmögliche Chance auf Überleben zu geben“, ist die Zielrichtung. Dies werde erst dadurch möglich, sich typisieren zu lassen und sich somit als Spender und potenzieller Lebensretter zur Verfügung zu stellen.

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Laut neuesten Vereinsnachrichten konnten nach insgesamt 28.828 Typisierungen 42 Spender und Spenderinnen gefunden werden. Und weil die Hoffnung weiterlebt, ist es auch möglich, dass gerade in Kramsach ein entsprechender Spender ausfindig gemacht wird.




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