Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 04.07.2017


Bezirk Landeck

Wie Landecker Kinder ihre Traumstadt sehen

Die Landecker Volksschüler brachten ihre Ideen, Vorstellungen und Wünsche zu Papier. Die Stadtpolitik will die besten Impulse aus Sicht der Kinder in die geplante Begegnungszone einfließen lassen.

Zahlreiche Schulkinder erlebten die Abschlussfeier der Initiative „Meine Traumstadt“.

© WenzelZahlreiche Schulkinder erlebten die Abschlussfeier der Initiative „Meine Traumstadt“.



Von Helmut Wenzel

Landeck – Diese Aufgabe war nicht alltäglich: Rund 320 Kinder aus allen drei Land­ecker Volksschulen waren gefordert, ihre „Traumstadt Landeck“ zu zeichnen. Die Initiative der Leistungsgemeinschaft und der Stadt begann mit einem Rundgang durch das Zentrum, begleitet von heimischen Architekten.

Mit dabei war Harald Kröpfl, Beauftragter für Ortskernrevitalisierung. „Ich denke, wir konnten das Interesse der Kinder für ihre Heimatstadt wecken“, resümierte er bei der Abschlussfeier am Freitagabend. Dass die Volksschüler beim Thema „Meine Traumstadt“ Spielplätze, Parks, Halfpipe-Anlagen für Skateboarder und auch Verbotsschilder für Autofahrer zeichneten, wundert ihn nicht unbedingt: „Ich bin trotzdem sehr beeindruckt von den vielen Ideen zur Belebung der Stadt. Die Kinder haben auch den Naturraum am Inn entdeckt, der viele Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.“ Fazit für den Projektbegleiter: „Die Kinder wollen eine Stadt, die man gerne besucht und in der man sich wohlfühlen kann.“

Eine große Rutschbahn (Bild in der Mitte), die vom Drogerie- und Spielzeugmarkt Müller ins Einkaufszentrum DEZ führt, hat Max aus der Volksschule Bruggen gemalt. Den alten Wunsch vieler Landecker und auch der Stadtpolitik, einen Aufzug bzw. Lift von der Malserstraße hinauf in den Ortsteil Angedair zu bauen (Bild rechts oben), hat Arda dargestellt. Eine autofreie Bezirksstadt und mehr Grün (Bild rechts unten) wünscht sich Nihad aus der Volksschule Perjen.

„Die Kinder haben uns zahlreiche Impulse zur Gestaltung unserer Stadt gegeben“, dankte VBM Thomas Hittler. Er kann sich – ebenso wie VBM Peter Vöhl und BM Wolfgang Jörg – vorstellen, dass die eine oder andere Idee in die geplante Begegnungszone einfließt. In der Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum stecke noch viel Potenzial. Es mache wenig Sinn, einen „unüberlegten Schnellschuss“ umzusetzen, so der Bürgermeister.

Die Initiative mit den Land­ecker Schulkindern könne die Leistungsgemeinschaft nur begrüßen, sagte Obmann Mathias Weinseisen am Montag. „Die Kaufleute wünschen sich weiterhin eine rasche Umsetzung der längst geplanten Begegnungszone. Auch müssen mindestens ein bis zwei Standorte für Elektro­tankstellen überlegt werden. Am Innparkplatz brauchen wir ebenfalls Zapfsäulen für Besitzer von E-Mobilen.“

Die Zeichnungen sind in den Schaufenstern der Malserstraße zu sehen.
Die Zeichnungen sind in den Schaufenstern der Malserstraße zu sehen.
- Geiger



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