Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 08.07.2017


Lienz

Feuerverbot in Osttirol ist aufgehoben

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© Brunner



Lienz – Osttirol hat den trockensten Winter und Frühling seit Jahrzehnten hinter sich. Im Juni erließ die Bezirkshauptmannschaft Lienz deshalb ein absolutes Verbot, in und um den Waldbereich Feuer zu machen oder zu rauchen. Trotzdem kam es immer wieder zu Bränden, fast immer durch Blitzschläge verursacht. In den letzten zwei Wochen hat es allerdings einig­e Male geregnet. Deshalb hat die Behörde das Verbot wieder aufgehoben.

Also ein Freibrief für beliebige Lagerfeuer im Wald? Keineswegs, wie die Behörde betont. Laut Forstgesetz dürfen generell nur die Waldbesitzer oder ihre Bevollmächtigten ein Feuer im Wald entzünden. Dieses müsse genau beaufsichtigt und am Ende sorgfältig gelöscht werden.

Gebannt ist die Brand­gefahr nicht, wie der Bezirkskommandant der Feuerwehr, Herbert Oberhauser, erklärt. „Der Boden ist nur bis zu einer Tiefe von zehn Zentimetern feucht. Darunter ist alles staubtrocken.“ Das habe sich bei einer Sanierung eines Waldwegs diese Woche gezeigt. Kein Wunder, fehlt doch der Regen schon seit November 2016. „Die Messstelle in Lavant verzeichnet üblicherweise von Jänner bis Juni 1200 Millimeter Niederschlag. Heuer sind es nur 200“, sagt der Feuerwehrkommandant.

Besondere Sorgen macht ihm, dass viele Bäche und Gerinne, aus denen das Löschwasser entnommen wird, nach wie vor ausgetrocknet sind. Es fehle ein Schnee­depot, das die Bäche speist. „Das wird sich heuer wohl nicht mehr ändern“, sagt Ober­hauser. (co, TT)

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