Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 06.01.2018


Bezirk Schwaz

Biber beschert Hippacher Ortschef Sorgenfalten

Ein Biber hat in Hippach zahlreiche kleinere und größere Bäume angeknabbert, hat einen Staudamm gebaut und so dem Ortschef Sorgenfalten beschert.

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© Zoom Tirol



Hippach – Geschmeidig gleitet der Biber durchs Wasser. Er hat in Hipp­ach beim so genannten Garbergießen entlang der Zillerpromenade ein neues Zuhause gefunden. Doch beim Plantschen im Wasser ist es nicht geblieben: Der Biber war fleißig. Er hat zahlreiche kleinere und größere Bäume angeknabbert, hat einen Staudamm gebaut und so dem Ortschef Sorgenfalten beschert.

„Es war Gefahr im Verzug“, sagt BM Gerhard Hundsbichler. Drei Oberflächenwasser fließen in den Gießen ein und die wurden durch den Damm des Bibers zurückgestaut. Die Gemeindewasser­rohre waren fast völlig verstopft. Zudem drohten einige Bäume auf die stark frequentierte Zillerpromenade zu stürzen. „Da mussten wir handeln. Vor allem bei dem Wind dieser Tage wäre das zu gefährlich gewesen“, sagt Hundsbichler.

Die Bäume wurden von den Gemeindearbeitern gefällt. Zudem rückten sie mit einem Bagger an, um den Biberdamm zu entfernen und den Bachverlauf auszubaggern. „So kann das Wasser jetzt wieder in den Ziller abfließen“, erklärt Hundsbichler.

Seit etwa einem halben bis Dreivierteljahr habe sich der Biber in Hippach eingenistet. Derzeit hat der Gemeindechef ein Auge auf das Tier. „Er ist noch immer fleißig am Arbeiten und staut bereits wieder leicht auf“, sagt Hundsbichler. Daher holt er sich nun fachmännische Hilfe. „Nächste Woche kommt eine Biberbeauftragte vom Land Tirol und sieht sich die Sachlage vor Ort genau an. Dann sehen wir weiter, was wir mit dem Biber machen“, sagt Hundsbichler. (emf)

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