Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 24.01.2018


Bezirk Kufstein

Ehrenamtliche halfen im Sprengel und Seniorenheim

201 Personen haben sich im Vorjahr in Wörgl ehrenamtlich engagiert: vom Kochen über Wohnungsräumungen bis zur Flüchtlingshilfe.

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© Spielbichler



Wörgl – Sie schenken Zeit und Zuwendung an betreute Menschen im Wörgler Seniorenheim und unterstützen Klienten und Aktivitäten des Gesundheits- und Sozialsprengels – 201 Ehrenamtliche in Wörgl, die zum Dank für ihren Einsatz vor Kurzem von der Ehrenamtskoordination der Stadt zur Dankes­feier ins Seniorenheim geladen wurden.

132 Frauen und 69 Männer stellten sich im Vorjahr in diesen beiden Einrichtungen als Freiwillige unentgeltlich in den Dienst Hilfsbedürftiger. Die Jahresbilanz von Ehrenamtskoordinatorin Christine Deutschmann gibt einen Einblick in die vielfältigen Einsatzgebiete. Zu den regelmäßigen Einsätzen, bei denen 19.324 Stunden geleistet wurden, kommen noch einzelne Aktionen wie die Mithilfe bei Veranstaltungen oder Übersiedelungen bzw. Wohnungsräumungen, Kuchenbacken und Kochen oder im Bereich der Flüchtlingshilfe. Im Rahmen der Aktion „Essen auf Rädern“ wurden 13.980 Portionen Essen an 365 Tagen zugestellt.

Ehrenamtliche bringen neben benötigter Hilfe auch Lebensqualität in den Alltag – u. a. beim Spielenachmittag und beim hausinternen Wunschkonzert „Musik auf Bestellung“ im Seniorenheim. Deutschmann koordiniert weiters Aktionen wie Zeitschenken zu Weihnachten, Freiwilligen-Tage mit Firmen oder Hilfestellungen in privaten Haushalten.

„Sehr zufriedenstellend verläuft die vertiefte Zusammenarbeit und Vernetzung mit Organisationen wie der LEA-Produktionsschule und I-Motion, aber auch mit AMS-unterstützten Einrichtungen wie Ibis Acam und AKI-Fair oder dem PSP“, erklärt Deutschmann. „Ziel ist es, Menschen durch ehrenamtliche Tätigkeiten wieder in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen eventuell neue Berufsideen zu vermitteln.“

Ehrenamtliche Hilfe wird auch weiterhin gebraucht. „Derzeit suchen wir Freiwillige für die neue Tages­betreuung des Sprengels sowie für den Frühstücksdienst im Seniorenheim“, so Deutschmann.

„Geben ist seliger denn Nehmen“, zitierte Bürgermeisteri­n Hedi Wechner ein altes Sprichwort und dankte allen Ehrenamtlichen wie auch der Ehrenamtskoordination. „Zeit schenken bringt einen auch selbst weiter.“

Exemplarisch für das Wirken der Ehrenamtlichen stehen Vladi Stefanec, Anni Graus oder Theresia Ehamme­r. Vladi Stefanec hilft seit rund zehn Jahren beim Sozialprengel, war Essensausfahrer, betreut jetzt den Fuhrpark des Sprengels und organisiert die Aufstellung von Pflege­betten.

Anni Graus ist die älteste Ehrenamtliche und seit fast 20 Jahren im Hauscafé und in der Wohnstube des Seniorenheimes aktiv. Theresia Ehamme­r hilft auf der Station beim Frühstücksdienst seit sechs Jahren ein- bis zweimal pro Woche. (vsg)