Letztes Update am Sa, 17.02.2018 22:03

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


17 Tote an US-Schule

Zornige Schüler forderten nach Blutbad striktere Waffengesetze

„Schande über euch“: In leidenschaftlichen Reden haben Schüler bei einer Kundgebung in Fort Lauderdale ihre Wut über das jüngste Highschool-Massaker mit 17 Toten zum Ausdruck gebracht. Mit Kritik an Politikern wurde nicht gespart.

"Schluss mit der Waffenshow" fordert dieser Demonstrant.

© Twitter"Schluss mit der Waffenshow" fordert dieser Demonstrant.



Fort Lauderdale — Nach den tödlichen Schüssen an einer High School im US-Staat Florida sind am Samstag hunderte Schüler auf die Straße gegangen, um für schärfere Waffengesetze zu demonstrieren. An der Kundgebung in Fort Lauderdale nahmen auch zahlreiche Überlebende des Blutbades teil. Lehrer und Vertreter mehrerer Gemeinden schlossen sich an.

In leidenschaftlichen Reden brachten junge Leute neben ihrer Trauer um Schulkameraden tiefen Zorn darüber zum Ausdruck, dass sich trotz einer nicht abreißenden Serie von Bluttaten an Schulen und anderen Einrichtungen nichts an den laschen Waffengesetzen in den USA geändert habe.

„Genug ist genug!"

Am Mittwoch hatte ein 19-Jähriger in der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland — etwa 50 Kilometer von Fort Lauderdale entfernt — mit einer halbautomatischen Waffe das Feuer eröffnet. 17 Menschen starben. Seitdem haben Schüler der Einrichtung in den sozialen Medien, in Fernsehauftritten und auf der Straße lautstark Konsequenzen gefordert — und Politiker angeprangert, die von der mächtigen Waffenlobby-Organisation NRA Wahlkampfgelder angenommen haben. „Schande über euch!", rief eine Schülerin bei der Kundgebung am Samstag, während sie sich die Tränen aus den Augen wischte. „Genug ist genug!"

„Jeder von uns sollte eigentlich zu Hause sein und trauern. Aber stattdessen stehen wir hier zusammen — denn wenn unsere Regierung und unser Präsident nichts anderes als Gedanken und Gebete senden können, dann ist es an der Zeit, dass wir — die Opfer — für die Veränderung, die wir wollen, einstehen", sagte etwa die Schülerin Emma Gonzalez in ihrer Rede. (APA/dpa, TT.com)

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