Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 22.03.2018


Bezirk Schwaz

Wirbel wegen Gutachten

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© Dähling



Strass i. Z. – Alfred Enthofer, Sprecher der IG Unterinntal, ist erzürnt. Der Grund: Die Interessengemeinschaft, unter der sich viele Grundbesitzer zusammengeschlossen haben, die von den geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen des Landes betroffen sind, haben bis dato ein gefordertes Gutachten vom Land nicht erhalten. „Es handelt sich um die Studie von Günter Blöschl von der TU Wien. Darin geht es um die Berechnung der Wassermassen, die etwa bei einem hundertjährlichen Hochwasser­ereignis den Inn hinunterfließen“, erklärt Enthofer. Er und seine Mitstreiter fordern diese Studie seit Monaten vom Land ein. „Wir wollen sie Fachleuten vorlegen, um dann selbst ein Gutachten in Auftrag geben“, erklärt Enthofer. Man habe sowohl im Büro des zuständigen LHStv. Josef Geisler als auch in der Abteilung Wasserwirtschaft um Übermittlung gebeten. Aber ohne Erfolg. „Zuletzt hieß es seitens der Abteilung Wasserwirtschaft, die Datei sei zu groß, um sie hochzuladen“, schildert Enthofer. Vom Büro des LHStv. Geisler sei ihm angeboten worden, sich die Studie vor Ort anzuschauen und sich erklären zu lassen. Das will er aber nicht. „Ich bin da kein Fachmann. Das muss man sich in Ruhe durchlesen und Experten zu Rate ziehen“, sagt er. Dem Strasser Landwirt reicht es jetzt. „Entweder gibt es kein Gutachten oder es würde der Gegenüberstellung mit Gutachten anderer Experten nicht standhalten“, vermutet er. Markus Federspiel von der Abteilung Wasserwirtschaft beruhig­t: „Es stimmt, es gab Probleme mit dem Hochladen. Aber in den nächsten Tagen wird die Studie auf der Homepage des Landes zu finden sein. Denn sie ist kein Geheimnis.“ (ad)