Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 15.05.2018


Bezirk Imst

„Jagd ist kein bloßes Hobby, sondern Verantwortung“

Am Freitagabend übernahm Klaus Ruetz die Funktion des Imster Bezirksjägermeisters. Für Norbert Krabacher gab es viel Applaus.

© PaschingerNach der Wahl präsentierten sich der neue Stellvertreter Ewald Tschuggnall, der abgetretene Bezirksjägermeister Norbert Krabacher, sein Nachfolger Klaus Ruetz und Landesjägermeister Anton Larcher (v. l.).Fotos: Paschinger



Von Alexander Paschinger

Tarrenz – Als Norbert Krabache­r seinen letzten Bericht als Imster Bezirksjägermeister mit einem „Weidmannsdank“ schloss, da standen alle Anwesenden auf und zollten dem scheidenden Oberjäger lange anhaltenden Applaus. Einmal mehr durfte der Tarrenzer die beeindruckenden Zahlen des Bezirkes vorlegen, die Imst ganz vorne in der Erfüllung der Abschusspläne reihen. „Ein Vorzeigebezirk“, meinte nicht nur Krabacher selbst. Dieser Begriff wurde von ÖVP-Klubobmann Jakob Wolf und Landesjägermeister Anton Larcher wiederholt in den Mund genommen.

Hauptgrund der zweimonatigen Verspätung der Jahreshauptversammlung war jedenfalls der Rücktritt Krabachers nach 18 Jahren an der Spitze des Bezirksverbandes. Daher musste am Freitagabend im Gurgltaler Hof gewählt werden. Seit 15. April lagen die Wahlvorschläge auf: Als Bezirksjägermeister kandidierte Klaus Ruetz, als sein Stellvertreter Ewald Tschuggnall, der dem ebenfalls scheidenden Hegemeister Sepp Vogl nachfolgt. Als Kassier stellte sich Gerhard Prosen der Wahl, die Funktion der Rechnungsprüferinnen übernahmen Angelika Neurauter und Monika Tabernig. Alle erreichten „russische und nordkoreanische Ergebnisse im positiven Sinn“, kommentierte der Landesjägermeister die 100-Prozent-Ergebnisse.

Jagd sei nicht nur ein Hobby, „sondern Verantwortung“, meinte der 47-jährige neue Imster Bezirksjägermeister Ruetz. Er sei „glücklich, einen solchen Bezirk übernehmen zu können“, und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit Funktionären, Jagdpächtern und Jagdausübenden.

Krabacher habe jedenfalls vorgezeigt, wie man die verschiedenen Interessengruppen zusammenführe. VP-KO Wolf verwies etwa auf die Innertiroler Westachse, die das neue Jagdgesetz auf Schiene gebracht habe. „Tirol ist allgemein ein Vorzeige-Bundesland für die Jagd“, betonte Larcher. Das sei das Verdienst eines starken Teams und Vorstands, die Krabacher mitgestaltet habe. Er wolle nicht in die Fußstapfen seines Vorgängers treten, meinte Ruetz, „ich werde eigene Schritte setzen müssen – aber auf das gleiche Ziel hin ausgerichtet“, blickte er zu seinem Vorgänger.