Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 15.05.2018


Bezirk Reutte

Wegnetz für Reiter wird immer kleiner

© Simone TscholAusgetrabt – in den Lechauen nahe Pflach sind Pferdestärken in vielerlei Form unerwünscht. Reiter suchen nun den Dialog.Foto: Tschol



Breitenwang, Reutte – Fast ein gegenseitiges Erweckungserlebnis hatten die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Breitenwang/Reutte bei ihrer Jahreshauptversammlung, die kürzlich im Hotel Moserhof stattfand. „Was, bei dir auch? Bei mir schon lange ...“ Mit Überraschung nahmen die Pferdefreunde zur Kenntnis, dass eine Problematik alle betrifft, die bisher eigentlich niemandem so richtig aufgefallen ist und allen unter den Nägeln brennt. Sie haben das Problem, dass auf immer mehr Wegen ein Reitverbot ausgesprochen wurde. Egal, ob auf der alten Gaichtstraße, ob entlang des Lechs oder im Klausenwald – sukzessive nehmen die Möglichkeiten des Ausreitens ab. Viele Schranken und Weideroste würden zudem den Radius begrenzen. Das Berggut Gaicht ist genauso betroffen wie das Gestüt Stegerberg oder Zeller und viele weitere. Die Gründe scheinen nicht klar auf der Hand zu liegen, „es hat sich einfach über die Jahre so entwickelt“, sagt Heinz Zeller, der von Obfrau Margot Wex mit der Aufgabe betraut wurde, die Öffentlichkeit für die Problematik zu sensibilisieren. Zeller hofft sprachbildlich, dass hier nicht „der Herrenreiter auf dem hohen Ross“ gesehen wird. Im Bezirk gebe es über 1000 Pferde sowie Hunderte Reiter und Reiterinnen, die Tiere und Hobby lieben. Der Verein will mit Gemeinden und TVB das Gespräch suchen. (hm)




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