Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.06.2018


Innsbruck

Begrenzung oder neue Grillplätze in Innsbruck

Er habe das „Problem erkannt“, sagt BM Georg Willi hinsichtlich der Grillplätze. Neue Lösungen sollen schon bald feststehen.

© Thomas Boehm / TTDie Stadt bemüht sich intensiv um neue Grillzonen, um die für die Anrainer angespannte Situation zu verbessern.Foto: Böhm



Innsbruck – Es soll ruhiger geworden sein rund um die Innsbrucker Grillplätze. Doch das liegt nicht an einer politischen Maßnahme – sondern wohl vor allem daran, dass durch den Fastenmonat Ramadan viele muslimische Bürger den Plätzen in den vergangenen Wochen ferngeblieben sind. Diese Woche endet der Ramadan. BM Geor­g Willi (Grüne) will deshalb schnell erste Lösungen für die Anrainer der am stärksten frequentierten Grillplätze präsentieren.

Insgesamt sieben öffentliche Grillplätze gibt es bekanntlich. Jener auf der Sauer­weinwiese in Kranebitten hat österreichweit Schlagzeilen gemacht – mit bis zu 600 Besuchern gleichzeitig, Anrainerbeschwerden, Parkchaos, Lärm, Rauch. „Problem erkannt“, konstatierte Willi und berichtet von Verhandlungen mit einem Grundeigentümer, die erst kurzfristig gescheitert sind. „Rechtliche Schwierigkeiten“ hätten es verhindert, dass in der Nähe des Inns ein alternativer Grillplatz kurzfristig zur Verfügung gestellt werden konnte. Deshalb geht die Suche nach weiteren Alternativen weiter. Bei einem großen Platz östlich des Baggersees sei man schon recht weit, erklärte der Stadtchef. Außerdem habe er noch zwei Alternativen, um den Ansturm besser zu verteilen. Denn ein Grillverbot will Will­i nicht. „Es gibt Menschen, die haben weder Balkon und Terrass­e und wollen nach draußen.“ Klar sei aber auch: „Auf der Sauerweinwiese war es zu viel.“

Auch gestern wurden diesbezüglich Gespräche geführt. Am Nachmittag deutete vieles darauf hin, dass es Ausweich- bzw. Alternativplätze gibt und diese in den kommenden Tagen präsentiert werden können. Die letzten Details waren aber noch nicht geklärt, das soll noch vor dem Wochen­ende passieren. Und was, wenn dies doch noch scheitern sollte? „Wenn das nicht gelingt, müssen wir eine Begrenzung machen.“ Dabei will die Stadt Innsbruck notfalls Anleihe bei der Wiener Donauinsel nehmen. Dort gibt es schon länger ein Online-Reservierungssystem, bei dem man sich für einen der begehrten Plätzen registrieren muss. Es deutet aber vieles in Innsbruck auf eine andere Lösung hin. (mw)