Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 10.07.2018


Bezirk Kufstein

Sprachenvielfalt als Festmotto

© Spielbichler Gemeinsam musizieren und feiern: Das Karibu-Fest stellt jedes Jahr die Vielfalt in den Mittelpunkt.Foto: Spielbichler



Kramsach – Ein Fest der Vielfalt, das im Kleinen zeigt, wie es im Großen gehen könnte – das war das 11. Karibu-Fest. Unter dem Motto „Grenzüberschreitender Fremdenverkehr“ übersiedelte das Fest zum 25-Jahr-Jubiläum des Skulpturenparks vom Kunstforum Troadkastn in den Park an der Brandenberger Ache. Ein organisatorischer Kraftakt der beiden veranstaltenden Vereine, dem Verein für Kultur und Sprachen Karibu und den Freunden zeitgenössischer Kunst, der sich gelohnt hat. „Kunst muss runter vom Sockel, raus aus den Museen, rein in die Natur und mitten ins Leben“, zitierte Kramsachs Vize-BM Karin Friedrich den Kramsacher Bildhauer Alois Schild und freute sich über die Ini­tiative der Organisatoren. Der 2007 gegründete Verein Karibu versteht sich als interkulturelle Plattform, zählt rund 100 Mitglieder aus 60 Nationen mit 50 gesprochenen Sprachen. Karibu kommt aus der Sprache Suaheli und heißt willkommen. „Vor 70 Jahren wurde die Deklaration der Menschenrechte verfasst. Im 1. Artikel heißt es, dass alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind. Der Verein Karibu und die Kunstfreunde leben das“, betonte Friedrich.

„Dieses Fest funktioniert nur mit Beteiligung des Publikums, das sich auf die Bühne traut“, erklärte einleitend Brigitte Schild vom Verein Karibu. Beteiligung ermöglichte auch das reichhaltige, vielfältige und bunte Buffet, das von den Gästen mitgebracht wurde und zahlreiche Landesspezialitäten beinhaltete. Der Sprachenvielfalt war dann auch ein eigener Programmpunkt gewidmet, den Herbert Waltl, langjähriger Leiter des Festivals der Träume, vorstellte: „Feiern wir all­e – bei einem grenzenlosen Festival unserer Träume. Lasst uns gemeinsam tanzen, singen, lachen – ohne Grenzen in Sprache oder Hautfarbe. Herz und Sinne kennen keine Grenzen.“ (vsg)