Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 10.09.2018


Bezirk Landeck

Ehrenbürger fragte sich: „Honn i was ang’stellt?“

© WenzelDie Gemeinden Grins mit BM Thomas Lutz (5. v. l.) und Stanz mit BM Martin Auer (7. v. l.) verliehen Pfarrer Herbert Asper (Mitte) die Ehrenbürgerschaft. Asper ist seit 37 Jahren Seelsorger in beiden Nachbardörfern. Wenzel



Grins, Stanz bei Landeck – „Ruhig, besonnen, korrekt, auch humorvoll, ein Priester, der stets die richtigen Worte findet.“ So beschrieben die Festredner am Samstagabend den langjährigen Seelsorger von Grins und Stanz, Pfarrer Herbert Asper (70). Die Bürgermeister und Vereine der beiden Nachbardörfer scheuten keine Mühe, um Asper die Ehrenbürgerschaft in würdigem Rahmen zu verleihen.

Er habe keine Ahnung gehabt, um was es geht, als ihn BM Thomas Lutz (Grins) und BM Martin Auer (Stanz) im Frühjahr zu einem Gespräch baten. „Beide sagten, die Gemeinderäte hätten einstimmig beschlossen, mir die Ehrenbürgerschaft zu verleihen“, schilderte der gebürtige Prutzer, der seit 1. September 1981 in den beiden Dörfern als Seelsorger wirkt. Im ersten Moment habe er sich gedacht: „Honn i was ang’stellt?“ Er habe „ja nur das gemacht, was uns der damalige Bischof Paul Rusch bei der Weihe in Auftrag gegeben hat“. Den Dank, den Hochwürden mit der Ehrenbürgerschaft bekommen hat, gab er sofort weiter – „an die Pfarrgemeinderäte, Pfarrkirchenräte, Mesner, Ministranten und an alle Leute, die dem Pfarrer helfen, seinen Auftrag zu erfüllen“. Bezirkshauptmann Markus Maaß erntete Schmunzeln, als er sich an seine Hochzeit vor 33 Jahren in Grins erinnerte: „Da war der Herr Pfarrer noch 37 Jahre jung. Schon damals hat er eine gute Art gefunden, uns über den Ernst der Ehe aufzuklären. Man sieht, es hat gewirkt, was er uns damals alles gesagt hat.“

Laudator Bruno Pöll erinnerte an Aspers erste Predigt in Grins: „Nach der Messe sagten die Einheimischen: ‚Hosch g’heart, wia dear prediga kann?‘.“ (hwe)




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