Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 11.09.2018


Bezirk Schwaz

Hubsteiger wird zerlegt in alle Einzelteile

© zoom-tirol.atDer Hubsteiger ist 2005 im Einsatz in der Region.



Jenbach – Jenbachs Feuerwehrkommandant Sebastian Atzl und sein Team müssen ab Oktober wochenlang ohne ihren Hubsteiger in den Einsatz gehen, der schon bei einigen brenzligen Situationen gute Dienste geleistet hat.

Denn erstmals nach fast 14 Jahren muss der Hubsteiger, von dem es nur vier Stück in Tirol gibt, einer aufwändigen Inspektion in der Schweizer Servicewerkstätte unterzogen werden. Bis zu zehn Wochen wird der Hubsteiger dort stehen und in zahlreiche Einzelteile zerlegt. In dieser Zeit wird die Feuerwehr Jenbach bezüglich Höhenrettung auf Nachbarschaftshilfe angewiesen sein, wie etwa mittels der Drehleitern aus Eben am Achensee oder Schwaz.

Für die Marktgemeinde Jenbach schlagen die Servicekosten des Hubsteigers mit 70.000 Euro zu Buche. Seit Anfang 2005 stand der dazumal rund 560.000 Euro teure Hubsteiger nach intensiver Einschulung im Einsatz bei der Feuerwehr Jenbach und hatte gleich im Februar 2005 beim höchsten Wohngebäude Jenbachs den ersten Einsatz. Das Höhenrettungsgerät, das sich aufgrund des geknickten Hydraulikarms von herkömmlichen Drehleitern unterscheidet, war hier zur Personenrettung im Einsatz. Diesem brisanten Einsatz folgten rund 60 weitere Personenrettungen und mehr als 40 Brandeinsätze in den kommenden Jahren. Nicht mitgezählt sind die zahlreichen technischen Hilfeleistungen des bis zu einer Höhe von 30 Metern ausfahrbaren Hubsteigers. (TT)

Sebastian Atzl zeigt auf die am Führerhaus vermerkten Einsätze.
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