Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 24.10.2018


Osttirol

Ergometer-König lädt alle zum Spendenmarathon

Ulrich Mattersberger radelt heuer nicht allein für „Licht ins Dunkel“.

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© Mattersberger



Von Catharina Oblasser

Lienz – Seit 22 Jahren gibt es für den Lienzer Ausdauersportler Ulrich Mattersberger in der Vorweihnachtszeit einen fixen Programmpunkt: Er spult auf seinem Ergometer für den guten Zweck unzählige Kilometer ab. Oft engagierte er sich für die Hilfsaktion „Licht ins Dunkel“, doch auch andere Benefiz-Projekte stehen auf seiner Liste.

Während der 64-Jährige bisher eher ein Einzelkämpfer war, setzt er heuer auf Teamgeist. „Ich lade alle ein, mit mir gemeinsam einen Spendenmarathon zu fahren“, sagt Mattersberger. Bei dieser Benefizaktion, der ersten dieser Art in Lienz, wird 24 Stunden lang in die Pedale der Indoorcycling-Räder getreten. Die Besonderheit ist heuer, dass „Jedermann“ und „Jedefrau“ mitmachen kann. Die Teilnahmegebühr von zehn Euro pro Stunde fließt in den Spendentopf für „Licht ins Dunkel“.

Ob die Radler eine Stunde, mehrere oder gar die vollen 24 Stunden mitmachen, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist allerdings, sich vorher auf eine Liste einzutragen. Denn es steht nur eine begrenzte Anzahl an Rädern zur Verfügung.

Mattersbergers Partner ist die Gesundheitswelt Lienz, sie befindet sich im Osttiroler Wirtschaftspark. Das Fitnesscenter stellt die Geräte zur Verfügung und organisiert auch die Verteilung der Indoorcycling-Räder unter den Mitmachenden. Wer teilnehmen will, kann sich unter 04852/72805 informieren.

Beginn des Radmarathons ist am Freitag, den 23. November, um 10 Uhr vormittags. Ab diesem Zeitpunkt werden sich die Teilnehmer 24 Stunden lang für den guten Zweck abstrampeln – auch in der Nacht. Ganz ohne Belohnung müssen die Spendenmarathon-Radler übrigens nicht nach Hause gehen. Im Rahmen einer Tombola werden Preise wie zum Beispiel ein Thermenaufenthalt und eine Mitgliedschaft in der Gesundheitswelt verlost. Außerdem gibt es während des Marathons eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. „Ich selbst bin die ganze Zeit vor Ort“, kündigt Ulrich Mattersberger an. „Ich werde den Leuten, wenn nötig, die Funktionsweise der Räder erklären und natürlich auch selbst mitmachen.“

Der Lienzer Ausdauersportler fungiert nicht nur als Betreuer, sondern auch als Vorbild: Er hat in seiner Benefiz-Karriere schon 750.000 Euro erradelt und dabei rund eine Million Kilometer zurückgelegt.