Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 08.11.2018


Silvester

Bergsilvester “neu“: Innsbrucker Congressdach als Feuerwerkszentrum

Neue Location, geändertes Konzept: Das Image des Bergsilvesters in Innsbruck soll aufpoliert werden, auch eine beruhigte Zone ist heuer angedacht.

© KristenBislang wurden die Raketen vom Waltherpark aus abgefeuert, für heuer ist dort eine Ruhezone angedacht.



Von Denise Daum

Innsbruck – Ein Silvesterkrach bleibt aus: Mit dem neuen/alten Bergsilvester für den anstehenden Jahreswechsel scheinen alle recht zufrieden zu sein. Ganz umgekrempelt wird das Konzept ja dann doch nicht: Was bleibt, ist das Feuerwerk auf der Seegrube und eines in der Innenstadt. Die Partymeile wird allerdings auf den Vorplatz des Hauses der Musik verlegt. Die Raketen werden vom Dach des Congresszentrums abgefeuert, wie Bernhard Vettorazzi vom Innsbrucker Stadtmarketing bestätigt. „Das wird dann natürlich ein etwas anderes Feuerwerk.“ Zudem soll es eine Lichtinstallation geben: „Wir wollten was Neues ausprobieren und Pep in die Veranstaltung bringen“, erklärt Vettorazzi. Die Fläche vor dem neuen Gebäude sei nicht nur von der Atmosphäre und der Kulisse her bestens geeignet, sondern bringe auch sicherheitstechnisch Erleichterung.

Für TVB-Innsbruck-Obmann Karl Gostner stellt die Übersiedelung zum Vorplatz des Hauses der Musik jedenfalls eine Qualitätssteigerung dar. Der TVB hat sich besonders für den Erhalt des traditionellen Feuerwerks eingesetzt. „Das Feuerwerk ist für die Hoteliers wie auch für die Innsbrucker Bürger schon sehr wichtig.“ Auch ihm persönlich liege viel daran, eine Lasershow könne das nicht ersetzen.

Die angekündigte Live-Übertragung des Musicals „Hello, Dolly!“ auf den Vorplatz wird indes doch nicht stattfinden können, hierbei gab es rechtliche Probleme. Stattdessen soll das Tanzstück „Frida Kahlo“ aus den Kammerspielen gezeigt werden. Für Gostner wäre das ein „schönes Angebot“ für die Zeit zwischen 20 und 22 Uhr.

Für den Waltherpark, wo bislang das Feuerwerk in den Himmel geschossen wurde, ist eine „beruhigte Zone“ angedacht. „Wir wollen auch für jene, die sich gern das Feuerwerk ansehen, aber keinen Rummel wollen, etwas bieten“, erklärt FI-Klubobmann Lucas Krackl, von dem die Initiative dafür ausging. Die Umsetzung ist noch in Prüfung.

Ganz selig ist auch FPÖ-Stadtrat Rudi Federspiel: „Als Erfinder des Bergsilvesters bin ich hocherfreut, dass das Feuerwerk in der Innenstadt stattfindet. Und der Bürgermeister hat mir versprochen, dass auch das Feuerwerk vom Congressdach fulminant wird. Ein Pipifax-Feuerwerk brauchen wir nämlich nicht.“