Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.11.2018


Bezirk Imst

Grabungsarbeiten für Kindergarten abgeschlossen

Für das Roppener Großprojekt sollen noch heuer die Kellerräume betoniert werden. Bis Winter 2020 soll der Bau abgeschlossen sein.

© DornDie Arbeiten für das neue Kinderbetreuungszentrum schreiten stetig voran. Noch heuer soll die Tiefgarage des Kindergartens betoniert werden.Foto: Dorn



Von Agnes Dorn

Roppen – Etwas umfangreicher als geplant hat sich die Baustelle unterhalb des Turnsaals bisher in Roppen gestaltet. Doch nun sind die Grabungsarbeiten für den Kindergarten so weit abgeschlossen und die Erdsonden auf 100 Meter Tiefe vorgedrungen. Die Baufirma konnte bereits mit den Kellerräumen des Betonbaus beginnen.

Endgültig fertiggestellt wird der Bau frühestens im Winter 2020 sein. Bei dem derzeitigen Wetter hofft man in Roppen aber, heuer noch viel erledigen zu können. „Derzeit werden die Tiefgarage und die Technikräume gebaut. Wir hoffen, bis Weihnachten mit den Kellerräumen fertig zu werden“, zeigt sich Vize-BM Günter Neu­rurer optimistisch. Schon bei den Grabungsarbeiten ist man aber auf unvorhergesehene Hindernisse gestoßen. Der Untergrund direkt neben dem Turnsaal musste zunächst von einer Spezialfirma stabilisiert werden. „Die Unterfangungsarbeiten in der Höhe von rund 100.000 Euro hatten wir nicht einberechnet“, erklärte BM Ingo Mayr den Gemeinderäten die Mehrkosten. Die 50- bis 75-prozentige Förderung hätte er aber trotzdem schon zugesichert bekommen, so Mayr. Ansonsten würde man sich noch im finanziellen Rahmen befinden, betont Neururer.

Der Auftrag für die Installation der neun Erdsonden, die dann aus 100 Metern Tiefe das Wasser nach oben bringen werden, wurde ebenfalls vom Gemeinderat vergeben, die ein Angebot in der Höhe von 74.000 Euro gestellt und mit den Arbeiten bereits begonnen hat. Die Erdwärme wird man sowohl für die Heizung im Winter als auch für die Kühlung im Sommer nutzen, die dafür notwendigen Installationsarbeiten führt Markus Stolz durch. Der Strom für die Pumpen wird vom eigenen Trinkwasserkraftwerk der e5-Gemeinde sowie von der Photovoltaikanlage am Turnsaal erzeugt werden.

Die Tiefgarage soll über 20 Autoabstellplätze verfügen. Darüber werden der Kindergarten und im zweiten Geschoß die Krabbelstube Platz finden. So will man langfristig das derzeit akute Raumproblem beseitigen.




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