Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 20.11.2018


Bezirk Kufstein

Kramsacher „Lärmschutz-Kunst“ blieb Schrottplatz erspart

© Madersbacher



Mit dem Austausch der Lärmschutzwand entlang der A12 bei Kramsach hätte im Mai auch ein Kunstwerk weichen sollen. Vor 25 Jahren gestaltete Reinhard Artberg die markante Skulpturen-Wand, die mehr als nur einen Schalldämpfer darstellte. Durch eine Privatinitiative eines Kramsachers konnte ein 19 Meter langes Teilstück davon vor der Verschrottung gerettet und an der L211 neu aufgestellt werden. „Im Mai liefen die Abbrucharbeiten der Wand auf Hochtouren. Erst beim zweiten Hinsehen realisierte ich: Die reißen die Artberg-Wand ab! Für mich ist diese Wand aber ein Stück österreichische Kunst-Geschichte", sagt Initiator Christian Mück. Auch Künstler Artberg zeigte sich dankbar für die „Rettung" seines Werks und kam zur Wieder-Errichtung am Freitag nach Kramsach, um die 25.000 Kilogramm schwere Skulptur zu signieren. Artberg hatte sich 1993 im internationalen Bewerb gegen 100 Künstler durchgesetzt. (TT)