Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 21.11.2018


Gesellschaft

Aufregung um Lugners Black-Friday-Plakate

Eine Plakataktion von Richard Lugner sollte für besondere Rabatte werben, löste stattdessen aber lediglich einen Sturm der Entrüstung aus.

© InstagramDie Bilder sollen Lugner als Barack Obama zeigen.Foto: Reddit



Wien — Für Aktionen anlässlich des bevorstehenden Black Friday am kommenden Freitag ließ sich die Lugne­r City in diesem Jahr eine besondere Plakatkampagne einfallen — eine, die gründlich in die Hose ging. Auf den Plakaten im Einkaufszentrum ist der berühmte Baumeister Richard Lugner zu sehen — angeblich verkleidet als Ex-Präsident Barack Obama.

Die Kampagne hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, handelt es sich bei dem schlechten Scherz rund um die Assoziation „black" doch vor allem um einen Fall von „Blackfacing", also das Dunkelschminken weißer Personen, um einen dunkelhäutigen Menschen zu imitieren. Vor allem in den sozialen Medien hagelte es für Lugner und sein Einkaufszentrum deshalb Rassismusvorwürfe.

Die Plakataktion von Richard Lugner ging nach hinten los.
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Die Reaktion des Baulöwen ließ nicht lange auf sich warten: „Wir haben die Sujets jetzt wieder abgenommen", meinte Richard Lugner am Dienstag öffentlich. Trotzdem wolle der streitbare Baumogul in seinem nach ihm benannten Einkaufszentrum an einer Kampagne für die bevorstehenden Aktionstage festhalten. „Ich bin jetzt als Donald Trump verkleidet", verriet Lugner. Dabei dürfte das Thema „Blackfacing" kein unbekanntes für Lugner sein, verließ sein Opernballgast Kim Kardashian 2014 doch empört die Staatsoper, nachdem sich ein Moderator mit weißem Anzug und Blackface als Kardashians Ehemann Kany­e West verkleidet hatte.

Für Lugner allerdings kein Anlass zur Zurückhaltung, wenn man die aktuelle Kampagne sieht. Bereits bei einem Auftritt bei „Wir sind Kaiser" 2013 hatte Lugner schon einmal den damaligen US-Präsidenten gemimt und bereits damals für Diskussionen gesorgt. (APA, TT)