Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.11.2018


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Roma-Ghettos in Bulgarien: Endstation „Zuckerfabrik“

Krankheit, Armut und Perspektivlosigkeit prägen das Leben in den Mahalas – so werden die Roma-Ghettos in Bulgariens Hauptstadt Sofia genannt. Ein Besuch zwischen Angst, Hilflosigkeit und Hoffnungsschimmern.

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© Benedikt Mair



Von Benedikt Mair

Sofia – Beißend liegt der Geruch von Kot und Urin in der Luft. Tausende Schmeißfliegen tänzeln durch die sich anbahnende Dämmerung über dem Platz vor den Baracken. Zwischen Pferden, streunenden Hunden, Schrott tollt eine Handvoll Kinder umher. Sie kraxeln auf einen verrosteten Schlitten. Und lachen. Noch hat es die Trostlosigkeit nicht geschafft, ihnen die Unschuld zu rauben. An einem mit Abfall und Unrat vollgestopften Kanal entlang zieht sich rund zwei Kilometer wie eine Schlange die Mahala – so werden die Ghettos der Roma genannt.

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