Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 31.12.2018


Osttirol

Die jungen Asslinger haben viel vor

Bei der Jungbürgerfeier in Assling gaben die 66 jungen Leute von 18 bis 19 Jahren Einblick in ihre Zukunftspläne. Altlandeshauptmann Herwig van Staa war als Ehrengast mit dabei.

Diana und Hannes Theurl mit dem Asslinger Bürgermeister Bernhard Schneider (v. l.) beim Sprechen der Gelöbnisformel.

© Daniela AguDiana und Hannes Theurl mit dem Asslinger Bürgermeister Bernhard Schneider (v. l.) beim Sprechen der Gelöbnisformel.



Von Daniela Agu

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Assling – Als „vollen Erfolg“ bezeichnete Jungbürgerin Sandra Libiseller die Gestaltung der Jungbürgerfeier in Assling. Sie selbst hat bei der Messe im Chor mitgesungen und empfindet es als große Wertschätzung, dass Altlandeshauptmann Herwig van Staa extra aus der Landeshauptstadt angereist sei, um die jungen Menschen in Assling ins Erwachsenenleben zu begleiten. Seine Rede fand sie „sehr motivierend“ und seine Anwesenheit „einfach cool“. Sie selbst hat auf der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) in Lienz ihre Matura abgeschlossen und studiert nun in Kufstein auf der Fachhochschule Marketing. Ihre Zukunft sieht sie als Marketingchefin in einer großen Firma. Die dürfe gerne in Assling stehen, denn die junge Frau fühlt sich wohl in ihrer Heimat.

Van Staas Rede von Freiheit und den Vorteilen eines geeinten Europas, von dem gerade benachteiligte Regionen profitieren, hat auch Lorenz Bodner gehört. Der junge Musiker, der auch dem Klarinettisten-Ensemble angehört, ist derzeit Schüler der achten Klasse am Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Lienz und steht gerade vor der Matura. Er möchte auf jeden Fall studieren. „Entweder Volkswirtschaft oder Politikwissenschaft“, überlegt der angehende Maturant. Er sei noch etwas unentschlossen, sagt Bodner, er strebe eine politische oder eine beraterische Karriere an. Seine Zukunft sieht er eher anderswo als in seinem Heimatdorf.

Magdalena Unterweger ist an Styling interessiert. Sie schließt gerade die HLW am Bundesschulzentrum in Lienz ab und träumt von einer Karriere als Modedesignerin. Der nächste Schritt sei dann das Modekolleg in Graz. Auch sie zieht es auf die Weltbühne, wo sie hofft, eine erfolgreiche Zukunft zu finden. „Mir hat die Veranstaltung gut gefallen“, lautet ihr Statement zum festlichen Abend.

Bürgermeister Bernhard Schneider ist überzeugt, dass die jungen Leute Werte und Qualitäten haben. „Es ist nun an der Zeit, das Leben selbst in die Hand zu nehmen“, gibt er den jungen Gästen mit. Er wisse aus Gesprächen, dass diese Generation über Pflichtbewusstsein verfüge und gewillt sei, Leistungen zu erbringen. Es gebe gerade in unsteten Zeiten eine neue Sehnsucht nach beständigen Werten und individueller Bindung, sagt der Bürgermeister. „Die Gemeinde braucht eure vitale Gestaltungskraft“, so Schneider. Er bedankte sich bei Herwig van Staa für den Besuch und seine besondere Beziehung zu Assling. Die Renovierung des berühmten Pacher-Altars sei dem Einsatz des Altlandeshauptmannes zuzuschreiben. Um seine Dankbarkeit auszudrücken, überreichte Schneider van Staa einen Geschenkkorb mit Köstlichkeiten aus der Gemeinde und van Staas Gattin Luise einen Blumengruß.

Van Staa (r.), Schneider (l.) und die Jungbürger mit der Asslinger Chronik.
Van Staa (r.), Schneider (l.) und die Jungbürger mit der Asslinger Chronik.
- Daniela Agu

Die Botschaft des früheren Landeshauptmanns war eindrücklich: „Wir leben seit 1945 in Frieden. Dieser Zustand bedingt einige Voraussetzungen, darunter fallen die Menschenrechte, also die Achtung voreinander, diese soll bis in die kleinste Einheit der Gesellschaft gewahrt werden“, erklärt van Staa.

Schließlich waren Diana und Hannes Theurl an der Reihe. Sie sprachen das Jungbürgergelöbnis stellvertretend für ihre Altersgenossen aus den Jahrgängen 1999 und 2000. Sie bekamen die Chronik der Gemeinde Assling überreicht, welche für alle Jungbürger und -bürgerinnen als Erinnerungsgeschenk vorgesehen ist. Die anderen 64 Teilnehmer erhielten einen Gutschein, mit dem sie sich das Buch nachträglich abholen können.