Letztes Update am Di, 01.01.2019 19:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tirol

Tiroler feierten friedlich ins Jahr 2019: Party in Innsbruck aufgelöst

Die Tiroler Blaulichtorganisationen können heuer auf eine äußerst friedliche Silvesternacht ohne große Zwischenfälle zurückblicken. In Innsbruck lief eine private Party mit rund 1000 Besuchern etwas aus dem Ruder.

Friedlich feierten die Innsbrucker heuer vor dem neuen Haus der Musik ins Neue Jahr.

© Thomas Boehm / TTFriedlich feierten die Innsbrucker heuer vor dem neuen Haus der Musik ins Neue Jahr.



Innsbruck – Es war auch für die Tiroler Einsatzkräfte ein vergleichsweise ruhiger Jahreswechsel. Heuer wurden mit 287 um zwei Einsätze weniger verzeichnet als noch ein Jahr zuvor. Ungewöhnlich war allerdings der Einsatz der Tiroler Polizei in der Innsbrucker Bachlechnerstraße: Eine private Party mit rund 1000 Besuchern musste aufgelöst werden, weil die Sicherheitvorkehrungen nicht eingehalten worden waren. Wie die Polizei mitteilt, hatte ein privater Veranstalter die Feier beim alten Bauhaus abgehalten, allerdings weder feuerpolizeiliche noch baupolizeiliche Vorschriften eingehalten. Aus Sicherheitsgründen und auch wegen der Lärmbelästigung machte die Polizei dem Treiben dann gegen 3 Uhr Früh ein Ende. „Die Veranstaltung löste sich dann aber friedlich auf, das hat gut funktionier“, so ein Sprecher der Polizei.

Ungeplant war auch der Einsatz des Roten Kreuzes am Innsbrucker Flughafen. Dort saßen nämlich Dutzende Menschen wegen des Wetters bei eisigen Temperaturen und nassem Wetter fest. Das Rote Kreuz half mit Decken und Feldbetten aus. In Innsbruck saßen die Einsatzkräfte im Vorfeld trotzdem auf Nadeln, denn die Silvesterfeierlichkeiten wurden erstmals nicht am Marktplatz, sondern vor dem Haus der Musik abgehalten. Das bedeutete auch eine vollkommen neue Planung dieses Großeinsatzes.

Weniger Feuerwehreinsätze als vor einem Jahr

Bei der Tiroler Leitstelle wurden die Dienstmannschaften wie in den Vorjahren stark aufgestockt: Im Gegensatz zu einer normalen Nacht mit vier Mitarbeitern standen zum Jahreswechsel 13 Mitarbeiter für die einsatzstärkste Nacht des Jahres im Dienst, weitere waren in Bereitschaft.

Am Flughafen versorgte das Rote Kreuz die Passagiere mit Decken und Feldbetten.
Am Flughafen versorgte das Rote Kreuz die Passagiere mit Decken und Feldbetten.
- Zeitungsfoto.at/Team

Stressig wurde es in der Kernzeit von 23.30 Uhr bis 2 Uhr Früh: Alleine in diesem Zeitraum wurden die Tiroler Blaulichtorganisationen 121 Mal angefordert. Über die gesamte Silvesternacht (19 Uhr bis 5 Uhr) führten die Mitarbeiter der Leitstelle Tirol 324 Alarmierungen und Dispositionen der Blaulichtorganisationen durch. Das waren um neun Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Heuer gab es weniger Alarmierungen als im Vorjahr.
Heuer gab es weniger Alarmierungen als im Vorjahr.
- Zeitungsfoto.at/Team

Auffallend heuer: Vor allem die Alarmierungen der Feuerwehren gingen stark zurück: Waren es zu Silvester 2017/18 noch 60 Einsätze, zu der die Tiroler Feuerwehren ausrücken mussten, so wurden sie heuer nur 35 Mal alarmiert. Drei Brände in Schwaz, Wattenberg und Kirchberg wurden als die größten Ereignisse der Nacht registriert. In Schwaz hatte wie berichtet eine Silvesterrakete am Dach eines Hochhauses einen Brand ausgelöst. In Wattenberg mussten die Feuerwehren zum Brand einer Ferienhütte ausrücken. Die Holzdecke oberhalb eines Ofens hatte Feuer gefangen. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Ein Feuerwerk war es auch, das einen Brand auf dem Flachdach eines Hotels in Kirchberg auslöste. Auch hier wurde zum Glück niemand verletzt.

In Wattenberg mussten die Feuerwehren zur Brandbekämpfung bei einem Wohnhaus ausrücken.
In Wattenberg mussten die Feuerwehren zur Brandbekämpfung bei einem Wohnhaus ausrücken.
- Zeitungsfoto.at/Team

Ruhige Nacht für Polizei und Rotes Kreuz

„Das war eine äußerst ruhige Nacht heuer“, zieht auch ein Sprecher der Polizei gegenüber der Tiroler Tageszeitung Online. Neben der nicht genehmigten Party war es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen.

Das Rote Kreuz hatte vor allem mit Einsätzen wegen Kreislaufproblemen oder leichteren Verletzungen zu tun. „Vier Personen mussten von uns zur weiteren Abklärung in das Krankenhaus gebracht werden“, so Einsatzleiter Thomas Gierl, der mit insgesamt 22 Sanitätern, zwei Notärzten, Spezialisten aus den Sondereinsatzmannschaften und zwei weiteren Offizieren in Uniform in Innsbruck im Einsatz stand. (rena)

In der Innsbrucker Innenstadt hatte sogar die Polizei eine ruhige Nacht.
In der Innsbrucker Innenstadt hatte sogar die Polizei eine ruhige Nacht.
- Thomas Boehm / TT