Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 08.01.2019


Bezirk Imst

Imster Kapuzinerkloster wird zur Chefsache

Im September 2016 wurde das Kapuzinerkloster aufgelassen. Noch ist man sich über die weitere Nutzung noch nicht im Klaren.

© PaschingerIm September 2016 wurde das Kapuzinerkloster aufgelassen. Noch ist man sich über die weitere Nutzung noch nicht im Klaren.



Imst – Es ist ruhig geworden rund um das Imster Kapuzinerkloster. Seitens der Diözese bestätigt Finanzkämmerer Markus Köck gegenüber der TT: „Zwischen der Kapuzinerprovinz und der Diözese Innsbruck konnte eine Einigung über die Übernahme des Klosterareals in Imst erzielt werden.“ Die Seelsorge in der Kirche wird weitergeführt. „Geplant ist die Unterbringung von Caritaseinrichtungen im Klostergebäude. Zur künftigen Nutzung des gesamten Areals sind wir in enger Abstimmung mit der Stadtgemeinde Imst.“

Die Diözese habe ihre Ideen jetzt einmal den Stadtverantwortlichen präsentiert, meint dazu der Imster Bürgermeister Stefan Weirather. Ganz glücklich sei man damit noch nicht – „schön wäre es, wenn es so bliebe, wie es ist“, sagt Weirather. Er verstehe, dass Einnahmen lukriert werden sollen – aber wogegen er sicher ist: „Es soll nicht mit Wohnblöcken zugepflastert werden.“

In der Stadtgemeinde werde nun ein Ausschuss eingerichtet, der die möglichen Visionen der Stadt ausarbeiten soll. Stadtchef Stefan Weirather will aber auf jeden Fall das direkte Gespräch mit Bischof Hermann Glettler suchen. „Es gibt unterschiedliche Vorstellungen. Wir machen das zur Chefsache.“ (pascal)