Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 05.02.2019


Bezirk Schwaz

Von Babys und Namen: Valentinas erobern Schwaz

Lukas und Valentina sind die beliebtesten Babynamen in Schwaz. Die Statistik der Stadt offenbart aber noch viele andere witzige und interessante Fakten aus dem Vorjahr.

Die Schwazer Jahresstatistik legt spannende Entwicklungen in der Bezirkshauptstadt aus dem Jahr 2018 offen.

© Grafik: TT; Foto: iStockDie Schwazer Jahresstatistik legt spannende Entwicklungen in der Bezirkshauptstadt aus dem Jahr 2018 offen.



Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz – In Schwaz leben insgesamt 14.256 Menschen, die 71 verschiedenen Nationalitäten angehören. Ein Zeichen dafür, dass Schwaz eine bunte Bezirkshauptstadt ist. Eine, in der sich jedes Jahr viel tut.

Das zeigt sich deutlich bei den Umzügen. Innerhalb von Schwaz wechselten 646 Bürger ihre Wohnadresse. Neu hinzugekommen in der Stadt sind 950 Personen. Demgegenüber stehen 1080 Menschen, die aus Schwaz weggezogen sind. Laut Meldeamt haben die Einpersonenhaushalte im Vergleich zu 2017 um etwa drei Prozent abgenommen. Im Vorjahr lebten 2115 Schwazer in Single-Haushalten. Zugenommen haben die 3-Personen- und Mehrpersonenhaushalte.

Im Vorjahr waren zudem 6153 Bewohner als ledig, 5490 als verheiratet und 1043 als geschieden gemeldet. 13 Schwazer leben in einer eingetragenen Partnerschaft. Geheiratet haben in Schwaz insgesamt 124 Personen. Die Brautleute stammten zum Großteil aus der Bezirkshauptstadt. Aber auch einige Vomper (31), Staner (19) oder Weerberger (17) sagten in Schwaz Ja. 34 Bräute und 38 Bräutigame gaben sich zwar in Schwaz das Jawort, stammen aber nicht aus den umliegenden Gemeinden oder gar aus einem anderen Land. Die jüngste Braut war 19 Jahre alt, der jüngste Ehemann 21 Jahre. Aber auch mit 68 Jahren trat eine Frau noch vor den Traualtar und auch ein Mann mit 72 Jahren heiratete in Schwaz. Der größte Altersunterschied zwischen den Eheleuten liegt bei 31 Jahren.

Schwaz kommt aber nicht nur bei Heiratswilligen gut an, sondern auch bei werdenden Müttern. Im Schwazer Bezirkskrankenhaus kamen im Vorjahr 703 Babys zur Welt. Der Großteil der frischgebackenen Eltern kommen aber nicht aus Schwaz und Umgebung (Pill, Stans, Terfens, Vomp, Weer, Weerberg), denn da zählte das Standesamt nur 187 Kinder. 516 Mütter aus anderen Gemeinden wählten das Schwazer Krankenhaus als Geburtsort aus. Von den 355 Buben erhielten übrigens die meisten den Namen Lukas, dicht gefolgt von Johannes und Jakob. Bei den 348 Mädchen wurden die meisten Valentina getauft. Aber auch Sophia und Maria sind im Bezirk beliebte Babynamen.

Zur letzten Ruhe wurden in Schwaz von 421 Sterbefällen insgesamt 110 Personen getragen. „Es ist eine interessante Entwicklung, dass die Urnen weiter zunehmen. Inzwischen gibt es kaum mehr Sargbestattungen“, sagt BM Hans Lintner. Es gab nämlich nur drei neue Sargbelegungen und 15 Nachlegungen. 22 Urnen (Erdgrab oder Urnentrakt) wurden neu belegt und 70 Urnen nachgelegt. „Vor etwa 30 Jahren war das Verhältnis genau umgekehrt“, erinnert sich Richard Feix vom Standesamt.