Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 07.02.2019


Bezirk Kitzbühel

Lieber vegan feiern: Tierschützer kritisieren Hummerparty in Kitz

Die Tierschutzorganisation PETA fordert den Kitzhof in Kitzbühel auf, statt seiner Hummerparty beim Hahnenkammrennen vegan zu feiern.

Die Hummerparty in Kitzbühel in der Hahnenkammwoche ist der Organisation PETA ein Dorn im Auge.

© dpaDie Hummerparty in Kitzbühel in der Hahnenkammwoche ist der Organisation PETA ein Dorn im Auge.



Kitzbühel – Partys gehören zum Hahnenkammwochenende und davon gibt es auch jede Menge. Eine hat sich nun den Ärger der Tierschutzorganisation PETA zugezogen. Die Aktivisten sehen bei der Hummerparty im Kitzhof keinen Grund zum Feiern. Die Party findet schon seit einigen Jahren statt und ist vom Geheimtipp zu einem Fixpunkt am Kitzbüheler Partyhimmel aufgestiegen. Die Zahl der Gäste wurde immer mehr und somit auch der Bedarf an Hummern. Inzwischen sind es an die 250 Tiere, welche an dem Abend verspeist werden. „Es ist alles andere als feierlich, dass für eine Party das Leben von 250 Lebewesen ausgelöscht wurde, die bis zu 140 Jahre alt werden können“, lässt Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA, in einer Aussendung wissen und sie erklärt weiter: „Auch für die Sterneküche gibt es inzwischen zahlreiche vegane Rezepte.“ PETA hat das Hotel auf das Leid der Krebstiere aufmerksam gemacht und den „Kitzhof“ aufgefordert, künftig vegan zu feiern.

Das bestätigt auch Hoteldirektor Johannes Mitterer. Man sei von der Organisation kontaktiert worden. „Ich möchte dazu aber nichts sagen“, erklärt Mitterer auf Anfrage der TT. Er finde die Vorgangsweise von PETA aber äußerst unfair. „Wir wurden kontaktiert und wollten dazu eine Stellungnahme abgeben, aber dann wurde bereits die Presseausendung von PETA ausgeschickt“, schildert Mitterer. Mehr wolle er deshalb nicht mehr sagen. (TT, aha)