Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 11.02.2019


Osttirol

Freiwillige laufen heuer zu Höchstform auf

Am Freiwilligentag, dem 19. März, laden heuer elf Projekte zum Mitmachen ein – so viele wie noch nie.

Geschichten vorlesen im SOS-Kinderdorf: Dafür werden auch diesmal wieder Lesepatinnen und -paten gesucht.

© FWZ OsttirolGeschichten vorlesen im SOS-Kinderdorf: Dafür werden auch diesmal wieder Lesepatinnen und -paten gesucht.



Von Catharina Oblasser

Lienz – Tanzen, gärtnern, Fürbitten lesen, basteln oder in einem Park aufräumen: Die Palette der Aktivitäten am Freiwilligentag ist umfangreich. Dieser Tag, der am 19. März stattfindet, gibt allen Interessierten in Osttirol die Möglichkeit, ins Ehrenamt hineinzuschnuppern.

„Heuer bieten wir elf Projekte an, letztes Jahr waren es erst vier“, freut sich Alexandra Harles, Leiterin des Freiwilligenzentrums (FWZ) Osttirol. Die Projekte kamen über die Anfrage von sozialen Einrichtungen zustande, die Freiwillige suchen. Das können Einzelpersonen, Gruppen oder auch Schulklassen sein. Die Kontakte, die am 19. März geknüpft werden, sollen den Anfang einer längeren Zusammenarbeit darstellen.

Wer sich am Freiwilligentag engagieren will, wendet sich an das FWZ Osttirol. „Wir haben heuer Aktionen im gesamten Bezirk“, erklärt Harles. „Und die Vielfalt ist groß.“ Von Kartitsch über Lien­z und Matrei, von Gaimberg über Dölsach, Nußdorf-Debant und Sillian laden Initiativen in Osttirol zum Mitmachen ein.

In Kartitsch möchte die Gemeinde den eingewanderten Pflanzen, den so genannten „Neophyten“, zu Leibe rücken, erklärt Projektleiter Anton Tassenbacher. „Diese Pflanzen finden wir vom Dorf bis hinauf zu den Bergwiesen, und sie verdrängen die heimische Fauna“, sagt Tassenbacher. „Am 19. März laden wir zu einem Workshop zu diesem Thema. Daraus soll sich eine Gruppe bilden, die später die Neophyten gemeinsam einsammelt und vernichtet.“

In Lienz will der Verein „FlashMovement Dance Company“ Jugendliche für einen Tanz zum Thema Mobbing gewinnen. Junge Vereinsmitglieder haben eine Choreographie erarbeitet, am 19. März soll ein Bühnenbild entstehen. „Es geht uns darum, zu zeigen, wie das Thema Mobbing die Jugendlichen in Schach hält“, erklärt Manuel­a Zabernig von der Dance Company. Mädchen und Burschen sind gleichermaßen angesprochen.

Das Matreier Wohn- und Pflegeheim will am 19. März eine Wallfahrt per Bus nach Maria Schnee in Obermauern durchführen. „Dafür suchen wir Helfer, die zum Beispiel Rollstühle bis in die Kirche schieben“, beschreibt Christina Jesacher vom Matreier Heim die Anforderungen. Gefragt ist auch das Vorlesen von Fürbitten während der Andacht. Weitere Projekte umfassen die Verschönerung des Regenbogenparks Döls­ach oder das Anfertigen von kleinen Holzkreuzen für die Krankenhaus-Seelsorge.