Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.02.2019


Bezirk Imst

Neuer Silzer Kindergarten soll nachhaltig beheizt werden

Inzwischen haben sich die Gemeinderäte dazu entschlossen, die Heizung nicht wie ursprünglich geplant an die bestehende Erdgasheizung der Mittelschule anzuschließen, sondern eine Luftwärmepumpe zu installieren.

Architekt Armin Neurauter und Bauamtsleiter Martin Dablander (v. l.) erklären die Vergabe für die Gewerke des Kindergartenneubaus.

© DornArchitekt Armin Neurauter und Bauamtsleiter Martin Dablander (v. l.) erklären die Vergabe für die Gewerke des Kindergartenneubaus.



Silz – Noch ist zwar die Widmung des Grundstücks südlich der NMS Silz nicht ganz durch, denn man warte noch auf die Stellungnahme der Naturschutzabteilung. Doch laut BM Helmut Dablander liegt zumindest die naturschutzrechtliche Bewilligung bereits vor, sofern die Baustelle dann ruhend gelegt wird, sobald der unter Schutz stehende Ortolan (der laut Bauamtsleiter Martin Dablander aber seit drei Jahren nicht mehr gesichtet wurde) zu brüten beginnen würde. Inzwischen haben sich die Gemeinderäte dazu entschlossen, die Heizung nicht wie ursprünglich geplant an die bestehende Erdgasheizung der Mittelschule anzuschließen, sondern eine Luftwärmepumpe zu installieren. „Der Benefit ist, dass die Wärmepumpe mit der bereits bestehenden Photovoltaikanlage verbunden werden kann und mit dem eigenen Strom dann viel günstiger wird“, zeigt sich auch der Bauamtsleiter von der nun beschlossenen Variante begeistert. Zwar würden ohne Einberechnung der Stromersparnis Mehrkosten von 40.000 Euro anfallen, aber diese müssten es der Gemeinde im Sinne der Nachhaltigkeit auch wert sein, wie Vize-BM Daniela Holaus betonte.

Auch die Vorgangsweise der Ausschreibungen und Vergabe für die Bauaufträge wurde in der jüngsten Sitzung beschlossen: So wird nun als größtes Gewerk mit rund einer Million der Posten des Holzbaus in einem offenen Verfahren ausgeschrieben, die kleineren Gewerke von 100.000 bis zu 500.000 Euro, wie Baumeister- und Spenglerarbeiten oder Installationen, werden mit vorheriger öffentlicher Bekanntgabe direkt vergeben.

Die Ausschreibungen wird Architekt Armin Neurauter gemeinsam mit Rechtsanwalt Günther Gast durchführen. Die Ergebnisse werden dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt. Neurauter hofft, mit dem Holzbau vor­aussichtlich bereits in eineinhalb bis zwei Monaten beginnen zu können.

Die Übersiedlung ist während der Semesterferien 2020 geplant. (ado)

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