Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 11.03.2019


Osttirol

Alpenraute unter neuem Stern

Stefan Stern folgt Markus Huber als Obmann der Alpinen Gesellschaft Alpenraute.

Der scheidende Obmann Markus Huber (2. v. r.) wird von Herbert Zambra (l.), Stefan Stern und Toni Thum (r.) mit dem Alpenrautepickel geehrt.

© AguDer scheidende Obmann Markus Huber (2. v. r.) wird von Herbert Zambra (l.), Stefan Stern und Toni Thum (r.) mit dem Alpenrautepickel geehrt.



Von Daniela Agu

Lienz – Obmann Markus Huber leitete die 114., für ihn jedoch letzte Jahreshauptversammlung der Bergsteigergemeinschaft „Alpine Gesellschaft Alpenraute Lienz“ ein. Nach seiner zwölfjährigen Amtszeit möchte er der Jugend Platz machen. Dem neuen Obmann Stefan Stern sicherte Huber seine Unterstützung aus der zweiten Reihe zu. Er bleibt als Obmann-Stellvertreter im Vorstand und wird sich weiterhin engagieren.

Der neue Alpenraute-Obmann dankte allen Vorstandsmitgliedern, die 2019 wieder zur Verfügung stehen. „Es ist mir eine Ehre, den Traditionsverein zu leiten“, betonte er. Kassier bleibt Franz Fritzer, dessen Kassabericht von den Kassaprüfern als korrekt befunden wurde. Stellvertreter ist Christoph Bergerweiß. Die Schriftführer heißen Oswald Gassler und Toni Thum (Stellvertreter), Hüttenwarte sind Michael Zambra und Florian Rienzer. Als Tourenwarte sind Michael Putzhuber und der neugewählte Oliver Winkler im Amt.

Hüttenwart Florian Rienzer berichtete von den Sanierungsarbeiten an der Alpenrautehütte, die nahe der Dolomitenhütte gelegen ist. In zwei Arbeitstagen wurde das Dach der Hütte neu gedeckt. Das Insteingitter wurde in ehrenamtlicher Arbeit fertig gestellt und die Insteinkapelle gründlich geputzt. Im Herbst haben Vereinsmitglieder den Zaun neu aufgestellt und Lärchen hinter der Hütte gefällt.

Tourenwart Michael Putzhuber schilderte die Eckpunkte des Jahres 2018: „Der Winterausflug 2018 führte die Truppe zur Vernagthütte, die auf 2755 m Seehöhe in den Ötztaler Alpen gelegen ist. Das schlechte Wetter demotivierte einige Bergsportler. Dennoch wagten es 20 Unerschrockene mitzukommen“, berichtete er. Die Wildspitze sei zur Herausforderung geworden. Schlechte Sicht und Wind haben dazu beigetragen, dass nur wenige den Gipfel erreichten.

Das Anklettern im Laserz gehöre seit Jahrzehnten zur Tradition, führte Putzhuber aus. Dabei sei es wichtig, gewohnte Seilschaften aufzubrechen und neu zu mischen, als teambildende Maßnahme sozusagen. Über den Herbstausflug auf den hohen Dachstein, der schon seit Jahren oben auf der Liste gestanden war, bestätigte Putzhuber, dass dieser 2018 endlich zustande gekommen sei.

Die jährliche Auszeichnung „Alpenrautler des Jahres“ erhielt Matz Pargger, auf Platz zwei fand sich der frischgebackene Obmann Stefan Stern. Alfred Kreissl erhielt für 25 Jahre Mitgliedschaft die silberne Verdienstnadel verliehen. Der scheidende Obmann Markus Huber zeigte sich sichtlich gerührt, als ihm Toni Thum überraschend den goldenen Alpenrautepickel für seine zwölfjährige untadelige Obmannschaft verlieh. Dazu erhielt Huber einen Karton „Alpenrautewein“.




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