Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.03.2019


Osttirol

LLA Lienz: Gemeinsam kochen gibt Hoffnung

Am Montag präsentierten Koordinatorin Elisabeth Schwarzenbrunner und LLA-Fachvorständin Hannelore Frank eine Bilanz. Zugleich erhielten die elf teilnehmenden Frauen ein Haushalts-Zertifikat.

Die Schülerinnen Jasmin Trojer (l.) und Melanie Waldauf (r.) kochten mit Mari Rajavi (2. v. r.) und Shakil Fahkiri aus Afghanistan.

© OblasserDie Schülerinnen Jasmin Trojer (l.) und Melanie Waldauf (r.) kochten mit Mari Rajavi (2. v. r.) und Shakil Fahkiri aus Afghanistan.



Von Catharina Oblasser

Lienz – Die Landwirtschaftliche Lehranstalt Lienz und mehrere Projektpartner starteten vor eineinhalb Jahren ein Projekt mit geflüchteten Frauen. Anfangs ging es darum, gemeinsam zu kochen und zu essen. Inzwischen stehen auch Servieren, Reinigen, Nähen, Kräuterkunde und Einkaufsplanung auf dem Stundenplan.

Am Montag präsentierten Koordinatorin Elisabeth Schwarzenbrunner und LLA-Fachvorständin Hannelore Frank eine Bilanz. Zugleich erhielten die elf teilnehmenden Frauen ein Haushalts-Zertifikat. „Wir wollten Kenntnisse vermitteln, die den Frauen auch weiterhelfen, wenn sie noch nicht so gut Deutsch können“, erklärt Frank – zum Beispiel in der Gastronomie. „Die 21 Schülerinnen der dritten Klasse haben die Teilnehmerinnen betreut und mit ihnen gearbeitet. So gewannen die Mädchen Einblick in andere Kulturen und in oft sehr harte Lebensgeschichten.“

Die Frauen, die aus dem Irak, dem Iran und Afghanistan stammen, nehmen viel mit. „Ich habe einiges über die österreichische Küche gelernt. Alle sind sehr nett“, berichtet Shahrazad Asswad (Irak). „Ich habe hier viel Liebe erfahren“, fasst es Tuba Barbara Nasrollahi (Iran) zusammen. Einige der ehemaligen Teilnehmerinnen kamen nicht zur Zertifikatsverleihung. Der Grund: Sie haben bereits einen Job und waren in der Arbeit.




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