Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 13.03.2019


Bezirk Kufstein

Feuerteufel ist noch nicht vergessen: Kundl wird weiterhin überwacht

Das Thema Brandstiftungen war auch bei der Versammlung der Feuerwehr Kundl ein brisantes Thema. Der Securitydienst bleibt weiter im Einsatz.

Jakob Seebacher und Sebastian Haaser wurden in Kundl zu Feuerwehrmännern angelobt.

© OtterJakob Seebacher und Sebastian Haaser wurden in Kundl zu Feuerwehrmännern angelobt.



Kundl – Das Thema „Feuerteufel“ ist in Kundl immer noch präsent. Bekanntlich gab es drei Brandstiftungen im Vorjahr im Ort. Naturgemäß waren die Ereignisse auch Thema bei der Jahreshauptversammlung der Kundler Feuerwehr, muss diese doch mit den unmittelbaren Auswirkungen kämpfen. Besonders beim Brand eines Holzschuppens in der Klammstraße waren die Ehrenamtlichen gefordert, da sich darin sechs Gasflaschen befanden. Glücklicherweise konnten diese rechtzeitig geborgen und gekühlt werden. Durch das rasche Eingreifen der Wehr wurde auch beim Vollbrand eines Carports noch Schlimmeres verhindert. „Hätte es nur ein paar Minuten länger gebrannt, wären die Flammen durch das Wohnzimmerfenster in das Wohnhaus eingedrungen“, erklärte Kommandant Chris­tof Huber. Drei Fahrzeuge wurden jedoch zerstört.

Um einer weiteren Brandstiftung vorzubeugen, wird das Kundler Gemeindegebiet nach wie vor von einer Securityfirma kontrolliert. Diese Maßnahme wird von der Gemeinde weiterhin finanziert, wie Vize-Bürgermeister Michael Dessl mitteilte.

Insgesamt wurde die Wehr im abgelaufenen Jahr zu 54 Einsätzen gerufen, darunter 13 Brände sowie 17 technische Einsätze. „Aufgrund des bevorstehenden Baus der Unterinntal-Bahntrasse sind uns Tunnelübungen ein besonderes Anliegen“, erklärte Bezirksfeuerwehrkommandant Hannes Mayr den Kundler Helfern.

Neben Angelobungen und Beförderungen wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft Stefan Hochfelner, Martin Mayer, Werner Mißlinger, Reinhard Moser, Stefan Reinmüller und Thomas Unterrainer geehrt, außerdem Josef Ellinger für 40 Jahre Mitgliedschaft und Altbürgermeister Heinrich Fuchs sowie Friedrich Margreiter für 50 Jahre. (fh, TT)