Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 04.04.2019


Bezirk Imst

Märchenstunde mit Bischof Glettler in Nassereith

Anlässlich des Andersen-Tages am Dienstag bekam die VS Nassereith hohen Besuch. Bischof Glettler begeisterte die Kinder nicht nur mit seinem Gesang, sondern mit seinen lustigen Interpretationen der erzählten Märchen.

„Mein Herz geht über ...“, „... weil mein Gott mich liebt ...“ – Bischof Hermann Glettler wusste nicht nur die Kinder mit diesem Lied zu begeistern.

© Paschinger„Mein Herz geht über ...“, „... weil mein Gott mich liebt ...“ – Bischof Hermann Glettler wusste nicht nur die Kinder mit diesem Lied zu begeistern.



Nassereith – Natürlich waren alle gut vorbereitet auf den Besuch des Bischofs: Lieder wurden seitens der Kindergartenkinder einstudiert und die Volksschüler hatten sich intensiv mit fünf Märchen von Hans Christian Andersen beschäftigt. Der April ist der Lesemonat – und am 2. April wird ja auch der dänische Märchenautor Hans Christian Andersen gefeiert.

Und dann kam er, der Innsbrucker Oberhirte Hermann Glettler. Schüttelte am Dienstagnachmittag vor der Schule viele Hände, scherzte mit den Kindern, schnappte im Stiegenhaus anhand der Zeichnungen die behandelten Andersen-Märchen auf und betrat die vorbereitete Klasse im Dachgeschoß. Da sangen erst einmal die Kleinsten zwei Lieder zur Begrüßung und überreichten dem Bischof eine Sonne. Auch Bürgermeister Herbert Kröll hatte drei kleine geschnitzte Fasnachtslarven als Geschenk parat. Und Volksschuldirektor Thomas Köhle meinte: „Je gleimer, desto feiner.“ Gut 50 seiner 87 Schützlinge waren gekommen.

Und dann übernahm der Bischof das „Kommando“: Mit einem Lied und großer Gestik – „... es geht über, mein Herz ist voll, wenn ich mich freue, weil mein Gott mich liebt, bin ich so fröhlich wie noch nie ...“ –, und schon hatte er den bestens gefüllten Saal auf seiner Seite. Begeistert besserten die Kinder den Bischof aus, wenn er von der „Prinzessin auf dem Kekserl“ erzählen wollte und auch das „wunderschöne Entlein“ wurde von den Schülern als „hässliches Entlein“ richtiggestellt. Dieses durchaus moralische Märchen setzte der Bischof dann fort mit dem Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ aus der Bibel – und stellte es mit Freiwilligen dar.

Die Stunde verging wie im Flug: „Er hat das aus dem Ärmel geschüttelt – das schafft so mancher Lehrer nicht“, schilderte ein begeisterter Direktor Köhle am nächsten Tag den bleibenden Eindruck.

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Gekommen war der Bischof auf Einladung von Christian Öfner, dem Obmann des Nassereither Vereins „Dorf(er)LEBEN“. Natürlich gab es noch eine gut besuchte Messe in der Pfarrkirche und am Abend schloss der Besuch mit einer Begegnung mit Bewohnern des Alten- und Pflegeheimes Via Claudia. (pascal)

Nach dem „Hässlichen Entlein“ von Hans Christian Andersen wurde auch noch das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ mit den Kindern thematisiert.
Nach dem „Hässlichen Entlein“ von Hans Christian Andersen wurde auch noch das Gleichnis vom „Verlorenen Sohn“ mit den Kindern thematisiert.
- Paschinger