Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 19.04.2019


Bezirk Imst

Weidegbiet nur für Kühe: Mils sperrt einen Weg durch die Au

Alle Wege führen nach Rom, aber nur zwei von dreien führen durch die Milser Au. Die Sperre trennt Kühe von Mensch und Hund.

Schon bisher warnten Schilder in der Milser Au vor „Weidevieh ohne Aufsicht“ und mahnten zur Leinenpflicht für Hunde. Künftig wird der Weg (geradeaus) nicht nur für Fahrzeuge, sondern generell gesperrt sein.

© ParthSchon bisher warnten Schilder in der Milser Au vor „Weidevieh ohne Aufsicht“ und mahnten zur Leinenpflicht für Hunde. Künftig wird der Weg (geradeaus) nicht nur für Fahrzeuge, sondern generell gesperrt sein.



Von Thomas Parth

Mils bei Imst – Vize-BM Bernhard Schöpf betont vorab: „Wir wollen die Spaziergänger nicht ausschließen, sondern sie nur in die richtige Richtung leiten.“

Schöpf, selbst Hunde­halter, brachte einen Antrag in den Milser Gemeinderat ein, um einen von insgesamt drei Wegen durch die Milser Au zu sperren. Diesem Antrag wurde mehrheitlich stattgegeben, wodurch der mittlere Weg von 1. Mai bis 30. September gesperrt bleibt. „Ich betrachte das als eine beiderseitige Schutzmaßnahme, die wir schon lange vor dem Kuh-Urteil angedacht haben“, erläutert Schöpf.

Die Milser Au, ein geschützter Landschaftsteil, wird bäuerlich genutzt. Ein bei Radfahrern beliebter Weg führt nördlich an der Raststätte Trofana Tyrol und der Milser Au vorbei. Ein Spazierweg führt am Inn und den Auen entlang. Die dritte Wegmöglichkeit quer durch das Weidegebiet bleibt künftig den Kühen vorbehalten. „Die entsprechende Beschilderung wird die Argargemeinschaft noch vornehmen“, weiß Schöpf.

„Der Uferbegleitweg ist eh viel schöner“, hat eine Hunde­halterin aus Zams, die ihren Yorkshire Terrier brav an der Leine führt und gerade vom Spaziergang aus der Milse­r Au kommt, nichts gegen die künftige Trennung von Hund und Kuh.

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