Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 02.05.2019


Bezirk Kufstein

Maibäume ganz traditionell aufgestellt

In den Gemeinden Radfeld und Walchsee wird der Maibaum wie früher üblich mit viel Muskelkraft anstatt Technik aufgestellt.

Insgesamt 30 Mitglieder der Landjugend halfen mit, um den 34 Meter langen Maibaum in Radfeld in Position zu bringen.

© HaunInsgesamt 30 Mitglieder der Landjugend halfen mit, um den 34 Meter langen Maibaum in Radfeld in Position zu bringen.



Radfeld, Walchsee – Technische Hilfe brauchen sie nicht. Mit einem Kran könne ja jeder einen Maibaum aufstellen. In Radfeld und Walchsee wird das händisch gemacht. Auch, wenn das viel Zeit und noch mehr Muskelkraft beansprucht.

Insgesamt 30 Mitglieder der Landjugend sind in Radfeld angerückt, um den 34 Meter langen Maibaum aufzustellen. Seit über 50 Jahren wird dieser in Radfeld wieder wie früher ohne Einsatz von Maschinen montiert. Mit so genannten Schwalben – Maibaumstangen – und nach etwa einer Stunde schafften es die Jungbauern schließlich, den Baum in eine senkrechte Position zu bringen. Mit den zahlreichen Besuchern wurde dann noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und der Maibaum traditionell bewacht.

In Walchsee waren die Feuerwehrmänner heuer gefordert.
In Walchsee waren die Feuerwehrmänner heuer gefordert.
- Eberharter

Eine halbe Stunde länger dauerte das Aufstellen in Walchsee. Auch hier waren rund 30 Männer im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen musste der etwas über 30 Meter lange Baum um zwei Meter gekürzt werden. Aber danach ging es mit einem kräftigen „Hauruck“ Stück für Stück in die Senkrechte. Heuer waren die Walchsee-Feuerwehrmänner an der Reihe, um den Maibaum aufzustellen. (be, fh)