Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 05.05.2019


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Sozialhilfe neu: Ansturm auf Deutschkurse erwartet

Wo künftig Sozialhilfeempfänger Deutsch lernen sollen, werden derzeit noch Priesterseminaristen und Au-pair-Mädchen unterrichtet. Die Kursinstitute sind gefordert.

Für Grundbildungskurse gibt es Wartelisten, das Interesse an B1-Kursen ist noch gering.

© Getty Images/iStockphotoFür Grundbildungskurse gibt es Wartelisten, das Interesse an B1-Kursen ist noch gering.



Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Der volle Bezug der Sozialhilfe soll für Menschen mit Migrationshintergrund künftig an Deutschkenntnisse auf B1-Niveau gebunden werden. Sollte der Verfassungsgerichtshof die von der Regierung vorgestellte Reform der Mindestsicherung bestätigen, bedeutet das auch eine Herausforderung oder Umstellung für die vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) anerkannten Erwachsenenbildungsinstitute, die Deutschkurse anbieten. Am Berufsförderungsinstitut (BFI) Tirol ist es derzeit noch eine „bunte Mischung aus Besuchern des Priesterseminars, ausländischen Ehepartnern, Au-pair-Mädchen und Studierenden“, die an B1-Kursen teilnehmen, berichtet Gerda Rainer von der Abteilung Deutsch und Integration am BFI.

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