Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 10.05.2019


Bezirk Schwaz

Zwei tolle Bäder und keines ist offen

Sowohl in der Erlebnistherme Zillertal als auch im Atoll am Achensee werden derzeit bis zum 17. Mai Revisionsarbeiten durchgeführt. Geplant war das nicht so. Nächstes Jahr soll die Abstimmung besser sein.

Im Atoll (Bild) und in der Erlebnistherme Zillertal (Bild unten) müssen Badegäste derzeit das Feld den Handwerkern überlassen.

© ZwicknaglIm Atoll (Bild) und in der Erlebnistherme Zillertal (Bild unten) müssen Badegäste derzeit das Feld den Handwerkern überlassen.



Von Angela Dähling und Walter Zwicknagl

Fügen, Eben a. A. — Wer dieser Tage dem nasskalten Wetter für ein paar Stunden in der Erlebnistherme in Fügen entfliehen möchte, steht vor verschlossenen Türen. Das Bad hat vom 6. bis 17. Mai wegen Revisionsarbeiten geschlossen. „Halb so schlimm, dann weichen wir ins neue Atoll am Achensee aus", denken sich da viele. Doch auch das zweite öffentliche Hallenbad im Bezirk hat geschlossen. Ebenfalls vom 6. bis 17. Mai. Und ebenfalls wegen Revision.

„Vorgesehen war das nicht so", sagt der Fügener Bürgermeister Dominik Mainusch. Die Gemeinde und der TVB Erste Ferienregion im Zillertal sind die Eigentümer der Erlebnistherme Zillertal. „Es hat bereits im Herbst Absprachen mit dem Atoll gegeben. Dort wusste man von unserem Revisionstermin", sagt Mainusch. Er vermutet, dass durch den Geschäftsführerwechsel im Atoll diese Info untergegangen ist. Bis 17. Mai werden nun in der Therme Instandhaltungsarbeiten und die Überprüfung der Anlagen durchgeführt. Wie berichtet, soll das Bad in den nächsten Jahren erneuert und erweitert werden. Mehr Liegeflächen, eine Modernisierung der Sauna samt Außenbereich und ein erweitertes Angebot für Kinder und Familien ist geplant. „Der Architektenwettbewerb läuft bis Herbst, dann wird das genaue Projekt feststehen", informiert Mainusch. In zwei Baustufen sollen in die 12 Jahre alte Erlebnistherme insgesamt 8 bis 9 Mio. Euro investiert werden.

null
- TVB/Eberharter

„Den Revisionstermin werden wir im nächsten Jahr mit der Erlebnistherme Fügen besser absprechen. Wir peilen schon jetzt einen solchen Zeitpunkt für April an", sagt Johannes Entner vom Achensee Tourismus, der mit BM Sepp Hausberger Eigentümervertreter des Atolls ist. „Von einer Sanierung zu sprechen, wäre der falsche Ausdruck. Es handelt sich ganz einfach um die jährliche Revision, bei der Becken und Leitungen gesäubert werden", stellt Anna Schwaninger von der Atoll-Betriebsleitung fest. Dass derzeit der Spielplatz erweitert wird und bis Anfang Juni im Seebad Umkleidekabinen und Duschen errichtet werden, sieht sie als großes Plus. Seit der Eröffnung im Juli 2018 hätten rund 135.000 Einheimische und Gäste die Einrichtung genutzt. Und übrigens seien der Infopoint und der Gastronomiebereich von der derzeitigen Sperre nicht betroffen.

Obwohl noch keine endgültige Endabrechnung vorliegt, bezifferte BM Sepp Hausberger in einer Gemeinderatssitzung im April die Kosten für das Atoll mit 21,5 Millionen Euro. Laut Prognoseberechnung der GMF, des deutschen Bäderbetreibers, sei im Jahr 2019 mit einem Betriebsabgang von 400.000 Euro zu rechnen. Die Gemeinde Eben und der TVB werden sich die Kosten teilen.

Übrigens hatte auch das Erlebnisbad Mayrhofen bis gestern wegen Instandhaltungsarbeiten geschlossen. Heute sperrt es aber wieder auf.