Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 15.05.2019


Osttirol

Ein Labor für Ideen und Diskussion in Lienz

Heute öffnet erstmals die neue Einrichtung für Bürgerbeteiligung in Lienz. Erstes Thema ist das Mobilitätszentrum.

Stehen die hölzernen Torflügel offen, darf man im Lienzer Stadt:Labor bei Verantwortlichen nachfragen und mitdiskutieren.

© Christoph BlassnigStehen die hölzernen Torflügel offen, darf man im Lienzer Stadt:Labor bei Verantwortlichen nachfragen und mitdiskutieren.



Von Christoph Blassnig

Lienz – Bürgerbeteiligung soll künftig in der Stadt noch besser gelingen. Das wünschten sich die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung gleichermaßen, erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik bei der Vorstellung des Stadt:Labors. Die Räumlichkeiten neben der Liebburg waren früher der Sitz des Umweltamtes, später des Tourismusverbandes.

Um 54.000 Euro wurde das Stöckelgebäude umgebaut und mit moderner Technik ausgestattet, die auch Videokonferenzen ermöglicht. 70 Prozent dieser Kosten steuert die Europäische Union bei. „Wir bieten einen offenen Zugang zu Informationen für alle Interessierten“, sagt die Stadtchefin. „Wünsche, Bedürfnisse, Anregungen, Vorschläge und Ideen sollen hier vorgebracht und diskutiert werden können.“

Christian Steininger, Obmann des Ausschusses für Wirtschaft und Standortentwicklung in Lienz, sieht im Stadt:Labor eine Bereicherung: „Hier können wir unsere Arbeit sichtbarer machen, mit Betroffenen Beschlüsse erläutern und gemeinsam zu neuen Konzepten finden.“ Die Stadtamtsdirektion und das Stadtmarketing hätten die Umsetzung nach Kräften unterstützt.

Bürgerbeteiligung soll in Lienz groß geschrieben werden.
Bürgerbeteiligung soll in Lienz groß geschrieben werden.
- Christoph Blassnig

Von heute an bis zum Freitag, 24. Mai, stellt die Stadt im neuen Diskussionszentrum die Unterlagen und Pläne für das ÖBB-Mobilitätszentrum zur Verfügung. Geöffnet ist von 9 bis 12 und von 13.30 bis 17 Uhr. Die ersten Tage wird die Bürgermeisterin persönlich anwesend sein, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die Neugestaltung des Hauptplatzes, die Nordschule – es gebe genügend Projekte für anregende Diskussionen, sagte Blanik.