Letztes Update am Di, 21.05.2019 10:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Statistik

Netto-Zuwanderung nach Österreich 2018 deutlich niedriger als im Jahr zuvor

Für das Jahr 2018 zeigt die „Wanderungsstatistik“ 146.856 Zuzüge aus dem Ausland und 111.555 Wegzüge in das Ausland. Der „Wanderungssaldo“ Österreichs mit dem Ausland betrug somit plus 35.301 Personen.

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Wien – Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich die Netto-Zuwanderung in Österreich mit plus 35.301 Personen um rund 21 Prozent (2017: plus 44.630 Personen). Das zeigen die neuesten Zahlen der Statistik Austria. Der Saldo bei Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft war mit minus 4716 dem langjährigen Trend entsprechend auch im Jahr 2018 negativ. Der Wanderungssaldo der nicht-österreichischen Staatsangehörigen fiel hingegen mit plus 40.017 Personen positiv aus, wenn auch niedriger als im Vorjahr (2017: plus 49.773 Personen).

Vier fünftel (plus 32.000 Personen) kamen aus der EU oder den EFTA-Staaten. Aus sogenannten Drittstaaten kamen plus 8014 Menschen nach Österreich. Gegenüber dem Vorjahr blieb damit der Wanderungsgewinn von EU- und EFTA-Angehörigen auf ähnlichem Niveau (2017: 33.518), während sich hingegen die Netto-Zuwanderung von Drittstaatsangehörigen auf weniger als die Hälfte reduzierte (2017: plus 16.255). Auch unter den im Jahr 2018 neu zugewanderten Drittstaatsangehörigen entfielen 70 Prozent des Saldos auf Angehörige europäischer Drittstaaten, während nur 30 Prozent bzw. 2443 Personen Staatsangehörige außereuropäischer Nationen waren.

Den größten Zuwanderungsüberschuss gab es 2018 bei Rumäninnen und Rumänen (plus 8648 Personen), gefolgt von deutschen (plus 6052), ungarischen (plus 4614), kroatischen (plus 2816) und bulgarischen (plus 2181) Staatsangehörigen.

16,2 Prozent ausländische Staatsangehörige

Am 1. Jänner 2019 lebten insgesamt 1.438.923 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Dies entsprach einem Anteil von 16,2 Prozent an der Gesamtbevölkerung Österreichs. Unter den nicht-österreichischen Staatsangehörigen stammte etwas mehr als die Hälfte (739.825 Personen) aus anderen EU- und EFTA-Ländern. Darunter waren 192.426 Deutsche, die mit einem Anteil von 13,4 Prozent die größte Ausländergruppe in Österreich bildeten. Darüber hinaus lebten 112.684 rumänische, 82.712 ungarische und 79.999 kroatische Staatsangehörige in Österreich.

Am 1. Jänner 2019 lebten 699.098 Drittstaatsangehörige in Österreich. Die größte Gruppe darunter waren Serben (121.348 Personen), gefolgt von türkischen (117.231 Personen) und bosnischen Staatsangehörigen (95.839 Personen). Staatsangehörige aus Syrien und Afghanistan, die zu großen Teilen erst seit 2015 zugewandert sind, machten mit 49.813 beziehungsweise 44.420 Personen die größten außereuropäischen Nationalitäten aus. (TT.com)