Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 25.05.2019


Bezirk Schwaz

Schwaz zeigt Herz für Radfahrer

Die Stadtgemeinde nahm am EU-Projekt Pro-Byke teil und wurde in Meran ausgezeichnet.

Ekkehard Allinger-Csollich (Land Tirol) überreichte die Auszeichnung an Robert Kaufmann, Hermann Lamplmayr, Sylvia Rosenits und Hermann Weratsch­nig, gemeinsam mit Harald Reiterer (STA Südtirol, v. l.).

© Ernst MüllerEkkehard Allinger-Csollich (Land Tirol) überreichte die Auszeichnung an Robert Kaufmann, Hermann Lamplmayr, Sylvia Rosenits und Hermann Weratsch­nig, gemeinsam mit Harald Reiterer (STA Südtirol, v. l.).



Schwaz, Meran – Die Stadt Schwaz setzt sich seit letztem Jahr nochmals intensiver für bessere Fahrrad-Bedingungen ein. Dafür erhielt sie jetzt die Pro-Byke-Auszeichnung.

Pro-Byke wird durch die EU gefördert und von den Projektpartnern Klimabündnis Tirol, Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Gemeindenverband der Täler und Dolomiten Friauls und der Stadtgemeinde Vicenza durchgeführt sowie vom Land Tirol unterstützt. Ziel ist es, neue Qualitätsstandards in der Radverkehrsförderung in Gemeinden Italiens und Österreichs zu schaffen.

Seit Juni 2018 durchlief die Stadt Schwaz gemeinsam mit Landeck, Wattens, Brixlegg und Virgen den Pro-Byke-Prozess, um im Gemeindegebiet ein besseres Angebot für all jene zu schaffen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind. Von passender Infrastruktur über die Rahmenbedingungen in den Gemeinden bis zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung – die Pro-Byke-Gemeinden haben sich viel vorgenommen.

Für ihr Engagement wurden sie kürzlich bei der Pro-Byke-Fahrradtagung in Meran/Südtirol ausgezeichnet. „Das Fahrrad ist die Antwort auf viele Probleme unserer Zeit“, weiß Projektleiter Michael Bürger von Klimabündnis Tirol. „Es ist leise, sauber, günstig und hält gesund. Deshalb sehen wir enormes Potenzial für Gemeinden in der Radverkehrsförderung. Gerade für kurze Strecken, die oftmals leider mit dem Auto zurückgelegt werden.“

Damit in Schwaz zukünftig noch mehr Alltagswege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, hat sich das Radteam aus Politik, Verwaltung und engagierten Alltagsradlern gebildet. Bei einer Radtour durch die Stadtgemeinde wurde die Radinfrastruktur inspiziert und Verbesserungsvorschläge festgehalten.

Umweltreferent Hermann Weratschnig: „Wir möchten die wichtigen Radrouten verbessern, Kreuzungen sicher gestalten und noch mehr hochwertige Abstellmöglichkeiten für die Fahrräder schaffen.“

Ansprechpartner im Rathaus für alle Fahrradbelange ist Umweltberater Robert Kaufmann. Nächster Termin für alle Rad-Begeisterten ist das Sattelfest beim Bezirkskrankenhaus Schwaz am Freitag, 14. Juni, 13–17 Uhr. (TT)