Letztes Update am Do, 06.06.2019 11:28

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutschland

Kurz vor Hitzekollaps: Passanten retteten Hund aus Auto, Herrchen rastete aus

Ein Auto steht bei 25 Grad in der prallen Sonne. Mindestens eine halbe Stunde lang muss ein Hund in dem überhitzten Wagen ausharren, bis besorgte Passanten einschreiten. Als der Besitzer zurückkommt, reagiert er mit Aggressivität statt Dankbarkeit.

Der hilflose Vierbeiner machte mit lautem Bellen und Wimmern auf sich aufmerksam.

© ScreenshotDer hilflose Vierbeiner machte mit lautem Bellen und Wimmern auf sich aufmerksam.



Hamburg – Mindestens 30 Minuten harrte ein Hund in Hamburg in einem völlig überhitzten Auto aus. Lediglich einen etwa einen Zentimeter langen Spalt ließ sein Herrchen an einem Fenster offen. Aufmerksame Passanten bemerkten das laute Bellen und Wimmern des Vierbeiners und schritten zur Tat.

Sie deckten die Windschutzscheibe mit Jacken ab und alarmierten die Feuerwehr. Die Polizei versuchte, den Besitzer telefonisch zu erreichen – vergeblich. Auch Versuche, das Auto mit einem Draht zu öffnen, schlugen fehl. Am Ende half nur noch der Notfallhammer. Ein Feuerwehrmann schlug die hintere Autoscheibe ein, um die Tür zu öffnen und den Hund zu befreien. Das Tier wurde sofort mit Wasser versorgt.

Erst 40 Minuten später kam der Besitzer zu seinem Wagen zurück – aber anstatt dankbar zu sein, rastete er aus, beschimpfte die Helfer wüst und schrie sie an. „Hören Sie auf mit dem Scheiß, den Sie hier reden“, zeigte er sich uneinsichtig. Erst eine deutliche Ansage der Polizei beruhigte ihn. Er bekam seinen Hund zurück – und eine Anzeige. Außerdem muss er die kaputte Scheibe selbst bezahlen. (TT.com)




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