Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 17.06.2019


Bezirk Reutte

Die Rettungswache Ehrwald bekam Segen und nette Worte

Im Kende-Areal haben die Rotjacken eine neue Heimat gefunden. Beim Roten Kreuz Ehrwald stehen knapp 30 Helfer für den Rettungsdienst bereit.

Nach Messe und Segnung hält Rotkreuz-Ortsstellenleiter Tobias Mitterbauer vor dem neuen Einsatzfahrzeug eine kurze Willkommensrede.

© Mittermayr HelmutNach Messe und Segnung hält Rotkreuz-Ortsstellenleiter Tobias Mitterbauer vor dem neuen Einsatzfahrzeug eine kurze Willkommensrede.



Von Helmut Mittermayr

Ehrwald – Bei Bichlbach liegt die imaginäre Grenze im Zwischentoren. Kommt es zu einem Rettungseinsatz östlich davon, wird das Rote Kreuz Ehrwald verständigt. Westlich rücken die Reuttener Kollegen aus. Lähn/Wengle zählt noch zum „Hoheitsgebiet“ der Ehrwalder Ortsstelle. Das Haupteinsatzgebiet umfasst selbstverständlich Ehrwald, Lermoos und Biberwier. Und hier kann die Zahl der in der Region befindlichen Personen im Winter schnell mehr als das Dreifache der einheimischen Bevölkerung betragen. Zudem sind die „Kurzzeitanwesenden“ durchwegs sportlich aktiv und weisen damit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit auf, mit dem Roten Kreuz in Kontakt zu kommen. Sind im Sommer rund drei Einsätze pro Tag zu erwarten, steigt die Zahl in der touristischen Hochsaison im Winter auf fünf bis acht täglich.

Wer derart gefordert ist, der will zumindest in zeitgemäßen Räumlichkeiten seinen Dienst versehen. Und hier ist die Rettungswache Ehrwald im Kende-Areal inzwischen ein Vorzeigeobjekt. Schon im vergangenen Herbst wurde der Umzug vom Unterdorf in die neuen Räumlichkeiten von den drei Hauptamtlichen, 25 Freiwilligen und zwei Zivildienern vollzogen. Inzwischen ist man hier längst zuhause – Zeit zu feiern.

Am Sonntag war dann nach der Zehn-Uhr-Messe samt Segnung den ganzen Tag Programm für die Bevölkerung im Kende-Areal. Ortsstellenleiter Tobias Mitterbauer präsentierte ein neues Einsatzfahr­zeug. Bürgermeister Martin Hohenegg dankte den Ehrwalder Rotkreuz-Mitgliedern für ihren Einsatz „Tag und Nacht das ganze Jahr über“, was auch eine hohe Akzeptanz der Familien benötige.

RK-Bezirksstellenleiter Jürgen Ginther schilderte, dass die Umsetzung des Projektes „Neue Rettungswache“ „ehrgeizig, solide und praxisorientiert“ angegangen worden sei. Er erinnerte aber auch daran, dass man 2015 von der Flüchtlingswelle überrollt und auch in Ehrwald vom Roten Kreuz das Prinzip Menschlichkeit vorangestellt worden sei.