Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 12.07.2019


Bezirk Imst

Imster Rot-Kreuz-Funktionäre legten ihre Ämter zurück

Ein Wechsel bahnt sich im Bezirksrettungskommando an.

© PaschingerEin Wechsel bahnt sich im Bezirksrettungskommando an.



Von Thomas Parth

Imst – Durch eine E-Mail an die Bezirksleitung des Imster Roten Kreuzes (RK) wurde selbige davon in Kenntnis gesetzt, dass gleich drei Funktionäre auf ihre ehrenamtlichen Ämter verzichten. Rotkreuz-Geschäftsführer Thomas Köll bestätigt, dass Jürgen Bombardelli, Markus Schranz und Hermann Klotz ihre jeweiligen Stabsfunktionen im Bezirksrettungskommando zurückgelegt haben. „Es stimmt, dass diese Funktionen damit aktuell zur Disposition stehen, wobei ein Gespräch dazu noch aussteht. Vielleicht machen die drei ja danach doch weiter“, lässt Köll offen.

Beim Bezirkskommando des Roten Kreuzes handelt es sich um Strukturen, die nach der Lawinenkatastrophe von Galtür in ganz Tirol für Notsituationen aufgebaut wurden. „Die drei leisten hervorragende Arbeit und bleiben dem Roten Kreuz auch weiterhin als Vollzeitangestellte treu, allein ihre ehrenamtliche Zusatztätigkeit in ihrer Freizeit ist davon betroffen“, baut Köll etwaigen Spekulationen vor, während von den betroffenen drei Mitarbeitern gestern niemand erreichbar war.

„Ich war selbst stellvertretender Kommandant im Bezirkskommando und habe diese Funktion zurückgelegt, was auch kein Beinbruch war. Das ist nach mehreren Jahren in dieser Position auch nichts Ungewöhnliches. Dadurch bricht weder der Rettungsdienst noch sonst etwas zusammen“, klärt Bezirksstellenleiter Günter Kugler auf.

Er habe, zusammen mit Köll, zu einem klärenden Gespräch eingeladen. „Wenn die Zurückgetretenen dabei bleiben, wäre es selbstverständlich schade. Wir haben aber auch Männer und Frauen in unseren Reihen, die dafür ausgebildet werden, Führungsfunktionen auszufüllen“, verweist Kugler auf eine entsprechend gute Personaldecke.

Sowohl Köll als auch Kugler unterstreichen, dass das Bezirksrettungskommando über Jahre personelle Konstanz ausgezeichnet hat. „Es ist erst die zweite oder dritte Generation in der Stabsführung, was den Rettungsdienst insgesamt als sehr stabil erscheinen lässt“, weiß Kugler. Sei man zu einem Wechsel gezwungen, werde dieser jedenfalls geordnet vollzogen, so Kugler und Köll unisono.




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