Letztes Update am Mi, 17.07.2019 13:19

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Innsbruck

Brunnen wieder komplett: Leopoldstatue kehrt bald nach Innsbruck zurück

Vier Jahre war das Reiterstandbild in Wien. Nachdem die Stadt nun mit dem Kunsthistorischen Museum, dem die Statue gehört, eine Lösung gefunden hat, kehrt Leopold auf seinen angestammten Platz zurück.

2015 wurde die Leopoldstatue nach Wien gebracht, bald steht sie wieder auf ihrem angestammten Platz.

© Thomas Böhm2015 wurde die Leopoldstatue nach Wien gebracht, bald steht sie wieder auf ihrem angestammten Platz.



Innsbruck – Noch in diesem Sommer, voraussichtlich im August, wird der Leopoldbrunnen vor dem Haus der Musik wieder vollständig sein: Die Leopoldstatue kehrt nach der Restaurierung und einem Disput mit dem Kunsthistorischen Museum in Wien (KHM) wieder nach Innsbruck zurück. „Nach längeren Verhandlungen konnte jetzt zwischen dem Museum und der Stadt eine Einigung über die Rahmenbedingungen für die Wiederaufstellung erzielt werden“, sagt Bürgermeister Georg Willi.

Der Leopoldbrunnen steht seit 1893 auf dem Platz vor dem Landestheater. Die Reiterfigur, die Erzherzog Leopold V. zeigt und dem Brunnen seinen Namen gab, befindet sich im Besitz des KHMs und ist eine Dauerleihgabe an die Stadt Innsbruck. Im Sommer 2015 wurde der Leopoldbrunnen während des Abbruchs der Stadtsäle abgetragen und zwischengelagert.

Nachdem die Statue restauriert worden war, wollte das KHM sie nicht mehr nach Tirol zurückschicken – mit Verweis auf ungeklärte Versicherungsfragen. Der nun ausgehandelte Vertrag mit dem Museum wurde am Mittwoch einstimmig im Stadtsenat beschlossen, teilte die Stadt in einer Aussendung mit. Dem KHM wird darin die Aufstellung des berühmten Reiterstandbildes in Innsbruck gestattet. Auf einer Hinweistafel wird Näheres zur Statue und seinem Eigentümer erläutert.

„Die Stadt Innsbruck übernimmt die Kosten für Transport und Aufstellung des restaurierten Reiterstandbildes, das ja derzeit noch in Wien steht. In Zukunft ist die Stadt für den Brunnen selbst samt Wasserversorgung und das KHM für die Statue zuständig. Das ist eine sehr gelungene Aufgabenverteilung“, erklärt Willi.

Der Vertrag wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Zudem gibt es für fünfzig Jahre einen beiderseitigen Kündigungsverzicht. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Brunnen in neuem Glanz im Laufe des Sommers fertigzustellen“, sagt Willi. (TT.com)