Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 20.07.2019


Bezirk Schwaz

Liftarbeiter lieferte zentralen Hinweis zu verschmutzter Quelle



Der Liftarbeiter, dem am Sonntag Wasserverunreinigungen in Hainzenberg aufgefallen sind, hat diese nicht in der betroffenen Dreierstütze-Quelle gesehen, sondern im Gerlossteinbachl.

Das betont Christian Dornauer, Buchhalter im Hainzenberger Gemeideamt. Dornauer war es, der Montag den merkwürdigen Geschmack im Trinkwasser feststellte. „Ich habe unseren Gemeindearbeiter informiert und um Ursachenerhebung gebeten", erklärt er. In weiterer Folge wurde eruiert, wer bei der Bergbahn Dienst hatte, und dort gefragt, ob am Wochen­ende am Gerlosstein gedüngt wurde. „Der Liftarbeiter verneinte das, erzählte mir aber im Vertrauen, er hab­e bei der Bergfahrt am Sonntagmorgen beobachtet, dass das Gerlossteinbachl auffällig stark schäumte und auch verfärbt war", schildert Dorn­auer. Die Dreierstütze-Quelle sei nicht zugänglich und kann von der Gondel auch nicht eingesehen werden. „Die Verunreinigung der Quelle konnt­e eigentlich nur durch das im Nahbereich fließende Gerlossteinbachl verursacht worden sein", meint Dornauer.

Die Aussage des Liftmitarbeiters sei daher der erste und zentrale Hinweis gewesen, der zur raschen Ausleitung der kontaminierten Quelle führte. Dornauer ist es ein Anliegen klarzustellen: „Der Liftarbeiter konnte von einer möglichen Verunreinigung des Trinkwassers nichts wissen." (ad)