Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 26.07.2019


Bezirk Imst

Im Pitztal werden gerade Assistenzhunde trainiert

Verhaltensbiologin Elke Grablechner beim Training mit einem Assistenzhund.

© animaltrainingcenterVerhaltensbiologin Elke Grablechner beim Training mit einem Assistenzhund.



Sie führen Blinde sicher durch die Welt, knipsen schon einmal das Licht an oder schlagen Alarm, noch bevor ein Diabetiker die Schwankungen seines Blutzuckerspiegels bemerkt — Assistenzhunde. Diese speziell trainierten Vierbeiner unterstützen Menschen mit einer Behinderung oder Erkrankung im Alltag. Und sie sind freilich auch ein wichtiger Sozialpartner.

So wie Enya, die Hündin der Familie Eiter in Tieflehn. Sie ist der Diabeteswarnhund für Sohn Paul. „Seit wir Enya haben, finden immer im Sommer zwei Wochen lang die Fortbildungen für Signal- und Assistenzhunde bei uns in der Pension Alpin in Tieflehn statt", berichtet Doris Eiter-Heinz. Derzeit sind die Ausbildnerinnen vom Animal Training Center (ATC) in der Steiermark zu Gast. „Neben Enya sind acht ausgebildete Hunde und drei Tiere in Ausbildung hier bei uns", schildert die Gastgeberin. Insgesamt haben die Trainerinnen von ATC (www.animaltrainingcenter.at) 60 Hunde ausgebildet — allein in Tirol seien es sieben.

Besonders geeignet dafür sind Rassen wie Labrador oder Zwergschnauzer. Ein Jahr dauert so eine Ausbildung — und deshalb haben diese Helfer und Freunde auf vier Pfoten auch einen Wert von gut 25.000 Euro.

„So etwas geht meist nur über Spenden", weiß Doris Eiter-Heinz. Bei Enya war ein medialer Spendenaufruf notwendig und erfolgreich. Und auch deshalb finden nun diese jährlichen 14 Trainingstage in Tieflehn statt.

Den morgigen Samstag wollen die Ausbildnerinnen und die Familie Eiter dafür nutzen, die Arbeit rund um die Assistenzhunde auch einem breiteren Publikum nahezubringen: Ab 15 Uhr gibt es die Möglichkeit eines kostenlosen und unverbindlichen Informationsgespräches mit den Trainern des ATC, Anna Oblasser-Mirtl und Elke Grablechner. (pascal)