Letztes Update am Mo, 12.08.2019 14:26

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


LGBTIQ

Prager Erzbischof: „LGBT-Ideologie“ mit „satanistischen Zielen“

Nach der umstrittenen Erklärung der polnischen Bischofskonferenz zu Homosexualität lässt auch der Prager Erzbischof aufhorchen. Für ihn sei alarmierend, dass Themen der LGBT-Ideologie in letzter Zeit um „atheistische und satanische Ziele ergänzt würden“.

Zehntausende Menschen protestierten bei dem jährlichen Gleichheitsmarsch „Prague Pride“ für mehr Akzeptanz für homosexuelle Paare.

© AFPZehntausende Menschen protestierten bei dem jährlichen Gleichheitsmarsch „Prague Pride“ für mehr Akzeptanz für homosexuelle Paare.



Prag – Der Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka hat sich am Montag der umstrittenen Erklärung der polnischen Bischofskonferenz zur Homosexualität angeschlossen. Der Kardinal verurteilte in einer Erklärung eine „LGBT-Ideologie“. Er rief außerdem seine slowakischen und ungarischen Amtskollegen dazu auf, sich der Erklärung anzuschließen.

Die „LGBT-Ideologie“ wolle „eine Revolution in den sozialen Gewohnheiten und zwischenmenschlichen Beziehungen“ durchsetzen, Kritikern würde mit „weltanschaulichem Totalitarismus“ begegnet, erklärte die Bischofskonferenz. Er nehme es als alarmierend wahr, dass die Themen der LGBT-Ideologie in letzter Zeit um „atheistische und satanische Ziele ergänzt würden“, erklärte der 76-Jährige ohne nähere Erläuterungen.

Erst am Samstag hatten in Prag Zehntausende Menschen bei dem jährlichen Gleichheitsmarsch „Prague Pride“ für mehr Akzeptanz für homosexuelle Paare geworben. Diese können sich in Tschechien in einer registrierten Partnerschaft binden, nicht aber heiraten. (APA/dpa)