Letztes Update am Do, 15.08.2019 13:44

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nepal

Strengere Regeln für Bergsteiger am Mount Everest geplant

Es ist voll am Mount Everest, viel zu voll. Und immer wieder sterben Bergsteiger auf dem Weg zum höchsten Gipfel der Welt. Nepals Regierung will künftig nicht mehr jeden hinauflassen – eine Art Höhenführerschein soll Pflicht werden.

Der Mount Everest ist der höchste Berg der Welt.

© APADer Mount Everest ist der höchste Berg der Welt.



Kathmandu – Wer den Mount Everest erklimmen möchte, muss davor wohl bald mindestens einen 6500-Meter-Gipfel bezwungen haben. Nachdem im Mai innerhalb weniger Tage elf Kletterer bei der Besteigung des 8848 Meter hohen Berges gestorben waren, will das Tourismusministerium in Nepal solche Sicherheitsmaßnahmen bald umsetzen, sagte ein Mitarbeiter der Behörde am Donnerstag. Ein Komitee hatte in einem 59-seitigen Bericht die Todesfälle untersucht und mehr als ein Dutzend Maßnahmen vorgestellt.

Gebühr von 11.000 auf 35.000 Euro erhöht

Jeder, der den Mount Everest besteigen möchte, braucht dafür eine Genehmigung von der Tourismusbehörde. Experten hatten kritisiert, dass Nepal bisher davon zu viele erteilt habe und dass zu viele unerfahrene Bergsteiger den Aufstieg gewagt hätten. Im vergangenen Mai bestiegen 381 Leute den Berg an der Grenze zwischen Nepal und China, darunter auch drei Deutsche. 280 schafften es bis zur Spitze.

Bisher mussten Kletterer für eine Genehmigung 11.000 US-Dollar (9900 Euro) bezahlen. Das Komitee schlägt nun vor, diese Gebühr auf 35.000 US-Dollar (31.000 Euro) zu erhöhen. Auch sollen ihrer Meinung nach künftig höchstens 150 Leute pro Tag den Berg besteigen dürfen. Seit der Erstbesteigung 1953 haben mehr als 5000 Männer und Frauen den Everest erklommen. Mehr als 300 kamen dabei ums Leben. (dpa)




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