Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 27.08.2019


Osttirol

Notarztverband Osttirol: Unterstützer geben nicht auf

5000 Personen aus ganz Osttirol und viele Bürgermeister haben die Unterschriftenliste bereits unterzeichnet.

© Ladstätter5000 Personen aus ganz Osttirol und viele Bürgermeister haben die Unterschriftenliste bereits unterzeichnet.



Nach wie vor läuft eine Unterschriftenaktion im Bezirk. Darin fordern die Unterzeichner den Weitererhalt des Notarztverbandes Osttirol, der nach der Zurücklegung des Iseltales durch Obmann Gernot Walder noch im Defereggental und im Pustertal tätig ist. Außerdem befürwortet man die Absicherung der Ordination von Walder im Team mit vier anderen Ärzten in St. Jakob im Defereggental sowie die Schaffung einer Kassenstelle im Villgratental, wo der Mediziner eine Wahlarztpraxis mit angeschlossenem Labor betreibt.

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Bisher stehen die Konstruktionen zur Abdeckung der medizinischen Versorgung durch niedergelassene Ärzte rund um Walder auf rechtlich unsicherem Boden. Die Modellregion Osttirol ist nicht umgesetzt, die Disziplinarkommission der Tiroler Ärztekammer geht nach anonymen Anzeigen in mehreren Verfahren gegen Walder vor — die Tiroler Tageszeitung berichtete. Walder mutmaßte Anfang des Jahres, dass man ihm und dem Verein Notarztverband Osttirol seitens der Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer nach zwei Jahren wohl die Duldung entzogen habe. Das Land versuchte zu beruhigen. Alle Bürgermeister des Pustertales sowie des Defereggentales haben mit 5000 weiteren Personen die Unterschriftenliste unterzeichnet. Am kommenden Freitag haben die Initiatoren um 9 Uhr einen Termin bei Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. „Wir legen unsere Forderungen auf den Tisch und wollen Antworten", kündigte Illy Ladstätter bereits an.