Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 14.09.2019


Bezirk Kitzbühel

Wohnprojekt Kalsfeld startet mit einem Jahr Verspätung

Die Neue Heimat errichtet in Kirchberg zwei neue Anlagen. Eine frei verkäufliche Wohnung wird es nun doch nicht geben.

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© Harald Angerer



Von Harald Angerer

Kirchberg i. T. – Deutlich später als erhofft starten nun die Bauarbeiten zu dem Wohnprojekt „Kalsfeld“ der Neuen Heimat Tirol (NHT) in Kirchberg. „Eigentlich wollten wir schon im Herbst des Vorjahres beginnen“, schildert NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner beim Spatenstich. Doch einige Änderungen, wie zum Beispiel eine zusätzliche Tiefgarage, hätten den Start hinausgeschoben. Aber auch die aktuell gute Auftragslage der Baufirmen in Tirol habe den Baustart verzögert. „Es war sehr schwierig für uns, einen Bauunternehmer zu finden, mit dem wir im Kostenrahmen bleiben. Nun sind wir mit der Firma Bodner fündig geworden und wir haben uns beide dafür etwas bewegen müssen“, sagt Gschwentner.

Ingesamt sind am Kalsfeld im Kirchberger Zentrum 28 Wohnungen geplant, mit Tiefgarage, die Fertigstellung ist für 2021 vorgesehen. „Wir investieren rund 5,4 Mio. Euro. Die Vergabe der Wohnungen erfolgt ausschließlich über die Gemeinde, die uns auch das Grundstück zur Verfügung stellt.“ Dementsprechend zufrieden zeigt man sich auch von Gemeindeseite. „In den vergangenen Jahren hat die Neue Heimat in Kirchberg über 60 leistbare Wohnungen errichtet, damit liegen wir im Bezirk im Spitzenfeld“, freut sich Bürgermeister Helmut Berger und Vizebürgermeister Andreas Schipflinger betonte: „Es freut mich, dass wir dieses Gemeindegrundstück nun für leistbares Wohnen zur Verfügung stellen können. Es ist lange leer gestanden.“

Ein weiteres Projekt mit neun Eigentumswohnungen am Kasbachweg steht kurz vor Baubeginn. Gschwentner: „Hier könnte bereits im November der Spatenstich erfolgen.“ Doch um diese neun Wohnungen gab es im Vorfeld einige Aufregung, denn es wurde bekannt, dass eine der Wohnungen nicht zum Wohnbauförderungstarif verkauft werden soll. Sie sollte frei verkäuflich sein, um im Kostenrahmen zu bleiben, wie der NHT-Direktor vor wenigen Wochen erklärte – die TT berichtete. Das sei aber nun vom Tisch, betont Gschwentner. „Wir konnten uns bei dem Projekt mit der Gemeinde einigen, dass wir uns die Erschließungskosten aufteilen. So können wir auch diese Wohnung wohnbaugefördert vergeben“, schildert Gschwentner.