Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 19.09.2019


Bezirk Landeck

Landecker Rotkreuzler zählen auf freiwilliges Jahr

Funktionäre sehen den Rotkreuzbezirk trotz schwieriger Rahmenbedingungen gut aufgestellt. Leichtes Minus bei den aktiven freiwilligen Mitgliedern.

Angelobung beim Roten Kreuz: Obmann Christian Klimmer (l.) hieß Sandro Walch willkommen – einen von 58 neuen Rettungssanitätern.

© WenzelAngelobung beim Roten Kreuz: Obmann Christian Klimmer (l.) hieß Sandro Walch willkommen – einen von 58 neuen Rettungssanitätern.



Landeck, Zams – Mit 26.334 Ausfahrten und 1,189.444 zurückgelegten Kilometern hat das Rote Kreuz Landeck bei der Jahreshauptversammlung diesmal keine Rekordzahlen vorgelegt. Auch die Zahl der aktiven Mitglieder ist gegenüber 2017 etwas geschrumpft: 458 Rotkreuzler (-1,9 Prozent) haben 2018 dafür gesorgt, dass der größte soziale ­Dienstleistungsbetrieb im Bezirk mit Obmann Christian Klimmer an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr ­funktioniert. Im Schnitt standen täglich 50 Mitarbeiter inklusive Zivildienern im Einsatz, an einem Spitzentag im April waren es 102 Mitarbeiter. Von den 179.110 geleisteten Stunden entfielen 63.083 auf ehrenamtliche und 58.525 auf hauptamtliche ­Mitarbeiter, der Rest auf Zivildiener, Übungen und diverse ­Ambulanzdienste.

Leider bekomme man immer weniger Zivildiener, zeigte Klimmer auf. Eine Möglichkeit, fehlende personelle Ressourcen auszugleichen, liege im Freiwilligen Sozialen Jahr. „Mit den fünf Mitarbeitern, die bei uns das freiwillige Jahr absolvieren, haben wir nur gute Erfahrungen gemacht“, so der Obmann. Zudem bleibe es eine Daueraufgabe, freiwillige Mitarbeiter für den Dienst beim Roten Kreuz zu motivieren, sagte Landesobmannstellvertreter Günther Ennemoser, der von „generell schwierigen Rahmenbedingungen“ sprach. Klimmer sieht den Rotkreuzbezirk „gut aufgestellt“, im Stadtsaal wurden 58 neue Rettungssanitäter angelobt.

Lobende Worte fand Landtagsvizepräsident Toni Mattle: „Die Rotkreuzler wissen, wie man anpackt. Sie leisten sehr wertvolle Arbeit.“ Im Freiwilligen Sozialen Jahr sieht Mattle „ein gutes Angebot für Menschen, die sich sozial engagieren möchten“. (hwe)