Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mi, 18.09.2019


Imst

Mit Freu(n)den zu Fuß zur Schule in Imst

Schüler sollen von der verkehrsberuhigten Umgebung der Schulstandorte profitieren.

Die vorbildlichen Schüler der VS Hermann-Gmeiner in Imst wissen über Mobilitätsfragen Bescheid, wie BM Stefan Weirather feststellte.

© HairerDie vorbildlichen Schüler der VS Hermann-Gmeiner in Imst wissen über Mobilitätsfragen Bescheid, wie BM Stefan Weirather feststellte.



Von Lisa Hairer

Imst – Das im vorigen Schuljahr in die Wege geleitete Projekt „Imst bewegt. Schulweg = Fußweg“ geht dieses Jahr im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche bis 22. September in die Verlängerung. Dabei steht der Schulweg als aktiver Bewegungs- und Sozialraum für die Kinder im Vordergrund; der Verzicht aufs „Eltern-Taxi“ soll vor allem Selbstständigkeit und Gemeinschaftsgefühl unter den Schülern stärken.

Die beteiligten Volksschulen Hermann Gmeiner, Unterstadt und Oberstadt konnten diesbezüglich seit dem Start der Initiative im Vorjahr bereits große Erfolge verzeichnen: So entschieden sich die Kinder im letzten Schuljahr zu 80 % für den Fußweg und öffentliche Verkehrsmittel statt für das Auto, um zur Schule zu gelangen, berichtet Johanna Heumader-Schweigl, Projektkoordinatorin von „Miteinand in Imst“. Zusammen mit BM Stefan Weirather, Brigitte Flür, Referentin des Familien- und Integrationsausschusses, Sportreferent Thomas Schatz und erstmals in Kooperation mit der Sparkasse und deren Vertreterin Brigitte Schaich lud sie die Kinder ein, erneut fleißig Punkte für den gegangenen Schulweg zu sammeln und Schritte zu zählen. Die Klasse, welche am Ende des Schuljahres die meisten Punkte hat, erhält als Belohnung von der Stadtgemeinde Imst einen Beitrag für die Klassenkasse.

Um speziell in den Wintermonaten die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg zu gewährleisten, wurden sie mit reflektierenden Schultaschen-Anhängern ausgestattet. Die dritten und vierten Klassen erhielten zudem zwei Schrittzähler pro Klasse, wodurch sie ihren Schulweg nicht nur motivierend festhalten, sondern zum Beispiel auch in den Mathematikunterricht einbinden können, so Heumader-Schweigl.

„Wir haben Rückmeldungen von Lehrpersonen erhalten, dass die Kinder munterer und aktiver am Unterricht teilnehmen, ein stärkeres Miteinander erleben und sich auch selbst zur Ehrlichkeit erziehen, da wir nicht kontrollieren, wer zu Fuß in die Schule gekommen ist.“ Die Schüler werden somit zu Vorbildern – nicht nur andere Kinder, sondern auch Erwachsene sollen an die gesündere und umweltfreundlichere Mobilität herangeführt werden. Schulen der umliegenden Gemeinden zeigen großes Interesse an diesem Projekt und möchten es adaptieren. (liha)

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