Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 23.09.2019


Bezirk Kufstein

Radln für den letzten Fischer

In Wörgl wurde gemeinsam in die Pedale getreten, um den Strom für eine Kinovorführung ganz umweltfreundlich zu erzeugen.

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© Spielbichler



Wörgl – Elf Jugendliche aus Portugal, Italien, Norwegen, Finnland, Großbritannien und Polen traten kürzlich gemeinsam mit einheimischen Fahrrad-Fans in der „Zone Kultur.Leben.Wörgl“ kräftig in die Pedale, um den Strom fürs „Radlkino“ mit purer Muskelkraft ganz umweltfreundlich mit erneuerbaren Ressourcen zu produzieren. Eine besondere Idee zur Wörgler Mobilitätswoche. Gezeigt wurde der Dokumentarfilm „Last Fisher­man“, ein einfühlsames Por­trät des letzten Fischers im Dorf Kingsand/Cawsand in Cornwall.

„Gestartet haben wir in Flaurling mit dem Tiroler Radlkino im Rahmen des EU-Projektes Sustainable Entertainment“, erklärte Leo Kaserer vom Verein „Cubic-Cultur und Bildung im Context“, der das vom Europäischen Solidaritätskorps geförderte Projekt leitet. Jugendliche aus ganz Europa radeln dafür, haben Bäume gepflanzt und bereiten die Snacks für die radelnden Stromproduzenten wie auch für die Kino-Besucher zu. Von Cubic stammt auch der Hauptfilm „Last Fi­sherman“, der u. a. auch von einem Rückenwind-Jugendbeschäftigungsprojekt von Cubic in Zusammenarbeit mit dem Fischer in Cornwall handelt. Das Tiroler Radlkino tourt noch weiter durch Tirol, kommt nach Reutte, Zirl, Jenbach und Mutters.

Beim Radlkino in Wörgl wurde der Strom nicht nur für den Projektor in der Zone, sondern auch für einen Bildschirm outdoor produziert, auf dem die Pedalritter ebenfalls den Film sehen konnten. Der Bau der Anlage war Teil des Projektes. „Wir haben dafür kaputte Fahrräder repariert“, erklärt Kaserer, der hofft, dass die Idee in Tirol gut ankommt. (vsg)

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